Conan hätte vermutlich zugestimmt: Barbarian Saga schickt heute den letzten Beastmaster in den Krieg
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Arborea hat mal wieder sehr große Probleme
📰 Was ist los?
Barbarian Saga: The Beastmaster erscheint heute für PC, PS5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch. Das handgezeichnete Fantasy-Metroidvania verbindet Schwertkampf, Magie, Tierverwandlungen, eine zusammenhängende Welt und mehrere mögliche Enden.
🐛 Was denken wir?
Das Ding trägt seine 80er-Jahre-Fantasy-Liebe so offen vor sich her, dass man fast Lederarmbänder riecht. Genau das macht den Reiz aus: Wenn Kampf, Erkundung und Beastmaster-Fähigkeiten mithalten, könnte das angenehm weit weg vom üblichen Indie-Fantasy-Einerlei landen.
Fantasy braucht manchmal keine höfischen Intrigen, fünfzehn Fraktionen und ein Glossar mit 80 Seiten. Manchmal reichen ein sehr großes Schwert, ein paar ausgesprochen schlechte Könige und die Fähigkeit, sich bei Bedarf die Kräfte wilder Bestien einzuverleiben.

Barbarian Saga: The Beastmaster erscheint heute, am 9. September 2026, für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch. Das handgezeichnete Action-Adventure von Dormidin Studio und Selecta Play verbindet klassische Sword-and-Sorcery-Fantasy mit einer zusammenhängenden Metroidvania-Welt, brutalen Nahkämpfen und Tierverwandlungen.
Das Vorbild steht dabei ziemlich offen im Raum. Die Entwickler orientieren sich an Fantasyfilmen der 80er und 90er Jahre sowie an Spielen wie Castlevania, Golden Axe und Ghouls ’n Ghosts. Man könnte sagen: subtil ist anders. Zum Glück will hier offenbar auch niemand subtil sein.
⚔️ In Arborea ist der Frieden schon wieder vorbei
Schauplatz ist Arborea, eine Welt, die sich gerade erst von den sogenannten Portalkriegen erholt hat. Der Frieden hält erwartungsgemäß nicht besonders lange.
Der neue König von Imperia zieht gemeinsam mit dem Heiligen Königreich gegen Nichtmenschen in den Krieg. Unterstützung bekommt er von Trece XIII, einem der letzten großen Zauberer Arboreas, und dessen Generälen. Gleichzeitig kündigt eine Prophezeiung jemanden an, der Menschen und Bestien wieder vereinen soll.
Natürlich landet diese Aufgabe beim Spieler. Als einer der letzten Beastmaster besitzt die Hauptfigur die Fähigkeit, Seelen von Tieren und anderen Kreaturen zu nutzen und sich dadurch neue Kräfte anzueignen. Diese Fähigkeiten öffnen nicht nur zusätzliche Kampfoptionen, sondern auch neue Wege durch die Welt.
Das dürfte hilfreich sein. Wer schon eine Prophezeiung erfüllen muss, sollte wenigstens unterwegs nicht auch noch vor einer verschlossenen Tür kapitulieren.
🎬 Der letzte Beastmaster zieht los
Der offizielle Release-Date-Trailer zeigt die handgezeichnete Welt Arboreas, schnelle Schwertkämpfe, Tierkräfte und mehrere große Gegner. Gerade die Mischung aus Metroidvania-Bewegung und hemmungsloser Sword-and-Sorcery-Ästhetik kommt dabei ziemlich klar rüber.
🐺 Die Bestien sind gleichzeitig Werkzeug und Waffe
Die Tierkräfte bilden das eigentliche Rückgrat der Metroidvania-Struktur. Neue Transformationen erschließen bislang unerreichbare Bereiche, verändern Bewegungsmöglichkeiten und erweitern den Kampf.
Dazu kommen verschiedene Schwerttechniken, die der Beastmaster einst von seinem Sensei gelernt hat. Magische Tränke, Beschwörungen und Flüche erweitern das Arsenal zusätzlich.
Auch die Ausrüstung lässt sich über eine Ritualkette anpassen. Gefundene Fänge, Amulette und Pflanzenwurzeln verändern Angriffe, Lebensenergie oder Mana. Das System wirkt damit bewusst etwas archaischer als eine gewöhnliche Zahlenliste im Inventarmenü und passt gut zu dieser Welt aus Magie, Blut und großflächigem Lederbedarf.
Im Zentrum bleibt aber das Schwert. Und offenbar ein Schwert, das irgendwann Kräfte annehmen kann, bei denen ein normaler Schmied vermutlich vorsichtshalber den Laden schließt.
🗺️ Metroidvania statt gerader Feldzug
Arborea ist als zusammenhängende Welt aufgebaut. Neue Fähigkeiten öffnen alternative Routen, geheime Bereiche und zusätzliche Wege, während bereits besuchte Orte später erneut interessant werden können.
Das ist wahrscheinlich die spannendste Verbindung des Spiels: Die Präsentation schreit nach klassischem Barbarenkino, die eigentliche Struktur orientiert sich jedoch klar am modernen Metroidvania.
Auch Nebenfiguren sollen mehr sein als reine Questautomaten. Begegnungen können zusätzliche Missionen und eigene Handlungsbögen eröffnen und beeinflussen, welches Ende am Schluss erreicht wird.
Steam führt ausdrücklich mehrere Enden. Damit hängt das Schicksal Arboreas offenbar nicht allein davon ab, ob der Beastmaster sämtliche Bosse überzeugend genug zerlegt. Gelegentlich muss er vermutlich sogar mit Leuten reden.
🎨 Handgezeichnete Fantasy mit sehr viel 80er-Jahre-Blut im Stammbaum
Visuell setzt Barbarian Saga vollständig auf handgezeichnete 2D-Grafik. Figuren, Monster und Hintergründe lehnen sich an jene übertriebene Fantasyästhetik an, bei der Krieger grundsätzlich zu breit, Schwerter zu groß und Zauberer schon aus Prinzip verdächtig sind.
Gerade dadurch besitzt das Spiel einen hohen Wiedererkennungswert. Es versucht gar nicht erst, die nächste austauschbare düstere Mittelalterwelt zu bauen. Arborea wirkt eher wie eine verschollene Fantasy-Zeichentrickserie, die jemand nach drei Jahrzehnten im Keller gefunden und anschließend mit einem modernen Metroidvania-System versehen hat. Das meinen wir ausdrücklich positiv, denn Fantasy darf gelegentlich wieder aussehen, als wäre ihr Hauptzweck, Eltern aus dem Jahr 1987 ein bisschen nervös zu machen.
🎮 Heute digital, PS5 und Switch auch physisch
Die digitale Version erscheint heute gleichzeitig auf allen vier Plattformen. Für PlayStation 5 und Nintendo Switch sind außerdem physische Standardausgaben angekündigt.
Auf Steam werden deutsche Menüs und deutsche Untertitel unterstützt. Neben Deutsch stehen unter anderem Englisch, Französisch, Spanisch und brasilianisches Portugiesisch zur Verfügung.
Damit ist Barbarian Saga: The Beastmaster zum Start erstaunlich breit aufgestellt – und thematisch ziemlich klar darin, was es sein will.
Ein König führt Krieg gegen Nichtmenschen, ein Zauberer zieht im Hintergrund die Fäden, eine Prophezeiung wartet auf Erfüllung und irgendwo dazwischen läuft jemand mit einem herzfressenden Schwert durch Arborea. Sword-and-Sorcery hatte schon deutlich kompliziertere Bewerbungsgespräche.




