Chinesische Kampfkunst gegen Magie und Monster: Baki schickt Retsu Kaioh ins Isekai

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

4.000 Jahre Kampfkunst treffen jetzt auf Magie

📰 Was ist los?
Baki Gaiden: Kaioh Retsu Doesn’t Mind Getting Isekai’d wird offiziell als TV-Anime adaptiert. Das Spin-off schickt Retsu Kaioh nach seinem Kampf gegen Miyamoto Musashi in eine Fantasywelt, wo er seine chinesische Kampfkunst gegen Schwerter, Magie und gewaltige Kreaturen erprobt; TMS Entertainment übernimmt die Animation.

🐛 Was denken wir?
Die Idee klingt zunächst wie ein Meme, ist für Baki aber fast erschreckend logisch. Das Franchise hat seine menschlichen Kämpfer ohnehin längst über die Grenzen gewöhnlicher Biologie hinausgeschrieben. Eine echte Fantasywelt liefert Retsu jetzt einfach Gegner, bei denen endlich niemand mehr erklären muss, warum sie überhaupt so stark sein können.

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🐉 Chinesische Kampfkunst gegen Magie und Monster: Baki schickt Retsu Kaioh ins Isekai

Man könnte nach einem tödlichen Duell mit Miyamoto Musashi durchaus zu dem Schluss kommen, dass eine Karriere als Kämpfer irgendwann ein natürliches Ende erreicht hat. Retsu Kaioh sieht das offenbar anders. Wenn die bekannte Welt keine würdigen Gegner mehr bereithält, muss eben eine neue her.

Retsu Kaioh blickt in einer gezeichneten Fantasywelt auf mehrere ungewöhnliche Abenteurer, darunter Ritterinnen, ein gepanzertes Wesen und eine kleine hasenartige Figur.
Retsu Kaioh trifft auf Ritter, Monster und ziemlich fremde Regeln: Baki Gaiden schickt den chinesischen Kampfkünstler künftig mitten in eine klassische Fantasywelt. © TMS Entertainment / Akita Shoten

Das erstaunlich reale Ergebnis dieser Logik heißt Baki Gaiden: Kaioh Retsu Doesn’t Mind Getting Isekai’d. Das bizarre Fantasy-Spin-off der Baki-Reihe wird offiziell als TV-Anime adaptiert. TMS Entertainment übernimmt erneut die Produktion und bleibt damit jenem Studio treu, das bereits die jüngeren Anime-Adaptionen von Baki, Baki Hanma und Baki-Dou umgesetzt hat. Gemeinsam mit der Ankündigung ist bereits der erste Teaser erschienen.

🥋 Retsu verliert sein Leben, aber offenbar nicht seinen Kampfgeist

Die Prämisse setzt direkt an einem entscheidenden Punkt aus Baki-Dou an. Retsu Kaioh stellt sich dem legendären Schwertkämpfer Miyamoto Musashi und bezahlt den Kampf letztlich mit seinem Leben. Für das Spin-off ist das allerdings weniger ein Ende als ein ziemlich drastischer Ortswechsel.

Retsu erwacht in einer fremden Fantasywelt. Dort existieren plötzlich Gegner, auf die ihn selbst die lange Geschichte chinesischer Kampfkunst nur bedingt vorbereitet haben dürfte: Schwerter, Magie und gewaltige Kreaturen gehören ausdrücklich zum Programm. Seine Reaktion besteht nicht darin, nach einem sicheren Dorf und einem brauchbaren Beruf zu suchen. Er möchte beweisen, dass chinesisches Kenpo auch in einer anderen Welt die stärkste Kampfkunst bleibt.

Genau dadurch funktioniert der Stoff besser, als die zunächst beinahe parodistische Ausgangslage vermuten lässt. Die Regeln von Baki bleiben vollständig intakt. Retsu begegnet etwas körperlich oder übernatürlich Unmöglichem – und seine Antwort lautet weiterhin, dass ungefähr 4.000 Jahre chinesische Kampfkunst vermutlich eine passende Technik dafür kennen.

🐉 Retsu Kaioh sucht sich jetzt Gegner in einer anderen Welt

Der erste offizielle Teaser zu Baki Gaiden: Kaioh Retsu Doesn’t Mind Getting Isekai’d kündigt Retsus Wechsel in eine Fantasywelt an. Dort soll chinesische Kampfkunst künftig gegen Schwerter, Magie und Kreaturen antreten, die selbst für Baki-Verhältnisse ungewöhnlich ausfallen.

🐲 Das Isekai bekommt einen Mann, der keine Statuswerte braucht

Isekai-Anime beginnen inzwischen gerne mit Spielsystemen, Spezialfähigkeiten, Wiedergeburtsboni oder göttlich verteilten Sonderfertigkeiten. Retsu besitzt bereits etwas Besseres: die absolute Überzeugung, dass sein eigener Körper für praktisch jedes Problem ausreichend trainiert wurde.

Genau hier liegt der eigentliche Witz des Crossovers. Baki behandelt seine Kampfkünstler ohnehin seit Jahrzehnten wie Figuren aus einem Fantasyuniversum, auch wenn sie offiziell Menschen sein sollen. Knochen, Muskeln und Techniken funktionieren regelmäßig nach Gesetzen, die mit gewöhnlicher Biologie eher lose Bekanntschaft geschlossen haben. Eine echte Fantasywelt verändert deshalb weniger, als man zunächst erwarten könnte.

Nur bekommen die Behauptungen jetzt andere Testbedingungen. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen mit einer absurden Kampftechnik besiegt, kann man darüber diskutieren. Wenn derselbe Mann anschließend ein gigantisches Monster ansieht und offenbar denkt, dass dessen Anatomie lediglich eine interessante neue Aufgabe darstellt, wird die Sache erheblich klarer.

Der heute veröffentlichte Teaser verkauft genau diesen Übergang. Retsu bleibt Retsu – nur seine Gegner dürfen künftig aus einer Welt stammen, in der niemand mehr so tun muss, als seien die physikalischen Voraussetzungen normal.

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📚 Aus dem absurden Nebenprojekt wurde längst ein Erfolg

Ganz aus dem Nichts kommt der Anime deshalb nicht. Die Manga-Vorlage läuft seit 2020 im Monthly Shonen Champion. Keisuke Itagaki liefert das ursprüngliche Konzept, Sai Ihara die Geschichte; die Manga-Umsetzung stammt von 陸井栄史. Bis August 2026 hat die Reihe nach Angaben zur heutigen Anime-Ankündigung bereits mehr als zwei Millionen Exemplare in gedruckter und digitaler Form erreicht.

Das ist für ein Spin-off mit einer derart speziellen Ausgangslage bemerkenswert. Offenbar bestand tatsächlich erheblicher Bedarf an der Antwort auf die Frage, wie sich einer der beliebtesten Baki-Kämpfer gegen Gegner schlägt, die überhaupt nicht aus seinem eigenen Franchise stammen könnten.

Inzwischen wächst das Projekt sogar über den Manga hinaus. Für März 2027 ist bereits eine Bühnenadaption in Tokio angekündigt. Der TV-Anime macht aus dem einstigen kuriosen Nebenschauplatz nun endgültig einen eigenen größeren Zweig des Franchise.

🎬 TMS hält den Anschluss an den Hauptanime

Dass TMS Entertainment die Animation übernimmt, ist dabei die logischste Entscheidung der gesamten Meldung. Das Studio kennt die visuelle Sprache der aktuellen Baki-Produktionen bereits und muss Retsu deshalb nicht für eine Fantasywelt neu erfinden.

Gerade das dürfte entscheidend sein. Der Reiz des Spin-offs liegt nicht darin, einen bekannten Charakter optisch oder charakterlich an gewöhnliche Isekai-Konventionen anzupassen. Die Fantasywelt muss vielmehr damit zurechtkommen, dass plötzlich ein Mann aus Baki in ihr steht.

Weitere Produktionsdetails hält die Ankündigung noch zurück. Ein vollständiges Kreativteam und aktuelle Sprecherangaben wurden bislang nicht vorgestellt. Auch der genaue Veröffentlichungstermin fehlt. ComicBook führt die Adaption für 2027, während die heutigen japanischen Erstmeldungen zunächst nur die Anime-Produktion selbst und TMS Entertainment verbindlich bestätigen.

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⚔️ Baki findet vielleicht die logischste Isekai-Idee seit Jahren

Man kann natürlich argumentieren, dass inzwischen wirklich jede erfolgreiche Anime-Marke irgendwann in einer anderen Welt landet. Bei Baki wirkt das Ergebnis allerdings überraschend organisch.

Retsu braucht keine Auserwähltenprophezeiung. Er muss keine neue Kraft entdecken und keine Party aus Magiern, Heilern und Bogenschützen zusammenstellen, damit sein Charakterkonzept funktioniert. Die ganze Serie kann im Grunde auf einer einzigen Frage aufbauen: Was passiert, wenn ein Kämpfer, der seine Kampfkunst für die Antwort auf jedes Problem hält, plötzlich in einer Welt landet, die ihm völlig neue Probleme geben kann?

Ein Schwert ist dann keine Fantasydekoration, sondern ein Gegenargument. Magie ist ein Gegenargument. Ein gigantisches Monster ist ein sehr großes Gegenargument.

Und Retsu Kaioh ist genau der Mann, der all das wahrscheinlich nur als Einladung versteht, seine Haltung noch einmal ausführlicher zu demonstrieren.

Das ist vollkommen absurd.

Und vermutlich genau deshalb die konsequenteste Fantasygeschichte, die Baki überhaupt erzählen konnte.

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