Avatar öffnet zwei Zeitalter: Seven Havens wächst bis Book 4, Kuruk bekommt eigene Serie
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🌪️ Ein Avatar reicht offenbar nicht mehr.
📰 Was ist los?
Paramount+ verlängert Avatar: Seven Havens bereits jetzt um Book 3 und Book 4. Gleichzeitig entsteht mit Avatar Kuruk: Wave of Chaos eine komplett neue Animationsserie über den jungen Wasserstamm-Avatar Kuruk. Bryan Konietzko übernimmt dort die Showrunner-Rolle.
🐛 Was denken wir?
Das ist die bisher deutlichste Ansage dafür, wohin Avatar Studios mit dem Universum will. Pavi bekommt genug Zeit für eine große eigene Saga, während Kuruk erstmals eine historische Avatar-Epoche zur vollständigen Serie macht. Wenn dieses Modell funktioniert, stehen im Avatar-Zyklus plötzlich sehr viele Türen offen.
Gerade erst hat Pavi als neuer Avatar ihre Reise begonnen, da legt Paramount+ bereits zwei gewaltige Scheite ins Feuer. Avatar: Seven Havens wird bis Book 4 verlängert und gleichzeitig bekommt ein Avatar aus einer völlig anderen Epoche erstmals seine eigene Animationsserie.

Avatar Kuruk: Wave of Chaos führt zurück zum Wasserstamm-Avatar Kuruk, lange vor Aang und Korra. Statt ihn allerdings nur als jene tragische Figur zu zeigen, die Fans aus der Mythologie kennen, setzt die neue Serie deutlich früher an: Kuruk ist jung, rebellisch und fest entschlossen, die vier Elemente nach seinen eigenen Regeln zu meistern.
🌍 Pavi darf bleiben
Die Verlängerung von Seven Havens ist bemerkenswert früh. Book 1 ist gerade erst mit seinen ersten drei Episoden gestartet, Book 2 mit weiteren 13 Folgen war bereits bestellt – nun stehen zusätzlich auch Book 3 und Book 4 fest.
Damit erhält die Geschichte um Pavi und ihre Zwillingsschwester Nisha erheblich mehr Raum, als zunächst sicher war. Wie viele Episoden die beiden neuen Books umfassen werden und wann sie erscheinen, ist noch offen. Die Botschaft dahinter ist trotzdem ziemlich eindeutig: Paramount+ und Avatar Studios planen mit Pavis Geschichte langfristig.
🎬 Avatar: Seven Havens – offizieller Trailer
Eine zerbrochene Welt, ein gejagter Avatar und die letzten sieben Zufluchtsorte der Zivilisation: Der offizielle Trailer zeigt den Beginn von Pavis neuer Ära.
🌪️ Die neue Avatar-Welt ist ziemlich kaputt
Seven Havens spielt nach The Legend of Korra und macht schon in seiner Ausgangslage deutlich, dass sich die Welt massiv verändert hat. Eine verheerende Katastrophe hat große Teile der Zivilisation zerstört, während die verbliebenen Menschen in den titelgebenden Seven Havens Schutz suchen.
Pavi ist eine junge Erdbändigerin und entdeckt, dass sie der nächste Avatar nach Korra ist. Das klingt zunächst nach vertrauter Avatar-Tradition – bis man erfährt, dass diese Welt den Avatar nicht mehr als Retter betrachtet. Für viele Menschen gilt er inzwischen als Ursache ihres Untergangs.
Pavi wird damit zur ersten Hauptfigur der Reihe, die ihre Identität nicht nur begreifen muss, sondern sie am liebsten verbergen würde. Menschen und Geister machen Jagd auf sie, während zugleich das Überleben der letzten großen Zufluchtsorte auf dem Spiel steht.
👭 Zwei Schwestern im Zentrum
Eine besondere Rolle spielt Nisha, Pavis lange verschollene Zwillingsschwester. Gemeinsam müssen beide herausfinden, woher sie stammen und weshalb ihre Geschichte offenbar eng mit dem Zustand dieser neuen Welt verbunden ist.
Damit verschiebt Seven Havens den klassischen Avatar-Aufbau ziemlich deutlich. Aang musste lernen, Verantwortung zu übernehmen, Korra musste verstehen, was der Avatar in einer modernisierten Welt überhaupt noch bedeutet.
Pavi beginnt dagegen in einer Zeit, in der die Institution Avatar selbst ihren Glanz verloren hat. Dass diese Geschichte jetzt mindestens vier Books bekommt, eröffnet dafür natürlich erheblich mehr Möglichkeiten.
🐋 Und dann kommt Kuruk
Während Pavi die Zukunft des Franchise trägt, führt Avatar Kuruk: Wave of Chaos tief in seine Vergangenheit. Kuruk stammt aus dem Wasserstamm und lebte mehrere Avatar-Generationen vor Aang. Fans kennen ihn bislang vor allem als eine Figur mit tragischer Geschichte, deren scheinbar sorgloses Leben wesentlich komplizierter war, als es zunächst wirkte.
Die neue Serie zeigt ihn jedoch als rebellischen Teenager, der wenig Interesse daran besitzt, sich auf die traditionelle Art zum Avatar ausbilden zu lassen. Kuruk will die vier Elemente lernen. Nur eben auf seine Weise.
🌊 Weltreise statt Unterricht
Statt brav den vorgesehenen Ausbildungsweg zu verfolgen, zieht der junge Kuruk durch die Welt und lernt auf seinen Reisen. Dabei bleibt es erwartungsgemäß nicht bei ruhigen Lektionen. Piraten, chaotische Geister und ein zunehmend genervter Lehrer gehören zu den Problemen, die Kuruk auf seinem Weg einsammelt.
Trotz seines rebellischen Charakters versucht er dabei immer wieder, Menschen zu helfen. Nur orientiert sich seine Vorstellung davon offenbar nicht zwangsläufig an jahrtausendealten Avatar-Traditionen. Damit bekommt die Figur eine interessante Ausgangslage: einen Avatar, der seine Rolle durchaus ernst nimmt, aber entschieden weniger davon hält, wie andere ihm erklären möchten, dass er sie auszufüllen hat.
🦦 Ein Koalaotter namens Nikik
Natürlich bekommt auch Kuruk einen tierischen Begleiter. Nikik ist ein Koalaotter und wurde gemeinsam mit dem ersten Blick auf den jungen Kuruk vorgestellt. Damit setzt die Serie eine der zuverlässigsten Traditionen des gesamten Universums fort: Kein Avatar scheint lange unterwegs sein zu dürfen, ohne irgendwann ein Wesen mitzunehmen, dessen Anatomie in unserer Welt mindestens zwei verschiedene Tierärzte benötigen würde.
Mehr über Nikiks Bedeutung wurde bislang nicht verraten. Dass er wahrscheinlich nicht nur dekorativ neben Kuruk herläuft, darf man bei dieser Reihe allerdings durchaus vermuten.
👻 Kuruks Vergangenheit kennt bereits ihr Ende
Gerade langjährige Fans wissen, dass unter der leichteren Jugendgeschichte irgendwann etwas Dunkleres wartet. Kuruks späteres Leben ist eng mit der Geisterwelt verbunden. Besonders seine Begegnung mit Koh, dem Gesichtsräuber, gehört zu den tragischsten Geschichten innerhalb der Avatar-Mythologie.
Wave of Chaos bekommt damit eine interessante Spannung. Wir lernen Kuruk offenbar zunächst als lebhaften, eigenwilligen jungen Avatar kennen – während ein Teil des Publikums längst weiß, dass sein Weg irgendwann deutlich finsterer werden wird. Wie weit die neue Serie diese Entwicklung verfolgt, ist noch nicht bekannt.
🎨 Bryan Konietzko übernimmt Kuruk selbst
Für Avatar Kuruk: Wave of Chaos übernimmt Bryan Konietzko die Rolle des Showrunners. Produziert wird die Serie von Avatar Studios und Nickelodeon Animation Studios.
Damit bleibt das Projekt direkt unter kreativer Beteiligung eines der beiden ursprünglichen Schöpfer von Avatar: The Last Airbender. Ein Starttermin wurde noch nicht genannt. Auch Besetzung und Episodenzahl stehen bislang aus. Der erste Blick auf Kuruk und Nikik wurde auf der New York Comic Con präsentiert.
🧭 Avatar bewegt sich jetzt gleichzeitig vorwärts und zurück
Genau das macht die Ankündigung so groß. Mit Seven Havens erzählt Avatar Studios die Geschichte nach Korra weiter und verändert dabei die Welt so stark wie seit dem Sprung zwischen Aang und Korra nicht mehr. Gleichzeitig öffnet Wave of Chaos einen bisher kaum erzählten Abschnitt der Vergangenheit.
Damit muss das Franchise nicht mehr ausschließlich chronologisch wachsen. Es kann springen. Zu einem Avatar, dessen Zukunft niemand kennt. Oder zu einem, dessen Ende wir kennen – aber dessen Jugend uns bislang fast vollständig gefehlt hat.
🔥 Vier Books sind ein Statement
Besonders die Verlängerung von Seven Havens bis Book 4 ist mehr als eine gewöhnliche Staffelbestellung. Book 1 umfasst 13 Episoden. Book 2 ebenfalls. Damit standen bereits 26 Folgen fest, bevor nun zwei weitere große Kapitel hinzukommen.
Die ersten drei Episoden sind bereits verfügbar. Weitere Folgen erscheinen am 16. Oktober, 23. Oktober und schließlich 30. Oktober, wenn Book 1 mit den Episoden 10 bis 13 abgeschlossen wird. Für die weiteren Books gibt es noch keine Termine. Pavi wird uns also eine ganze Weile begleiten.
🌌 Aus einer Reihe wird eine ganze Avatar-Geschichte
Lange bestand die animierte Hauptgeschichte im Wesentlichen aus Aang und Korra. Avatar Studios beginnt nun sichtbar, den gesamten Avatar-Zyklus als erzählerischen Raum zu behandeln.
Pavi zeigt, was weit nach Korra passiert. Kuruk öffnet eine Epoche vor Kyoshi. Filme, Comics, Romane und Spiele füllen weitere Zwischenräume.
Damit wird die vielleicht spannendste Eigenschaft der ursprünglichen Idee endlich voll ausgespielt: Es gab nicht nur einen Avatar. Es gab Hunderte.
Jeder lebte in einer anderen Welt. Und manche davon haben offenbar noch einiges zu erzählen.






