Neun Jugendliche, ein verlorener Sommer und viele Wahrheiten: ARIA BLUE I. Natsuoto angekündigt

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Diesen Sommer erinnert offenbar jeder anders

📰 Was ist los?
Entergram und RICOL haben ARIA BLUE I. Natsuoto für PS5, Switch und PC angekündigt. Die Coming-of-Age-Fantasy erscheint am 28. Januar 2027 in Japan und bildet den ersten Teil einer mehrteiligen Geschichte über neun Jugendliche und einen verlorenen Sommer.

🐛 Was denken wir?
Die Mehrperspektiven-Idee ist der eigentliche Haken. Wenn jeder Teil denselben Sommer aus anderer Sicht erzählt und sich erst nach und nach ein Gesamtbild ergibt, kann daraus ein richtig schönes Mystery-Puzzle werden. Die Fantasy scheint dabei bislang angenehm leise eingesetzt zu werden.

Ein Sommer kann in der Erinnerung erstaunlich unterschiedlich aussehen, je nachdem, wen man fragt. ARIA BLUE baut daraus gleich sein gesamtes Erzählprinzip.

Entergram und RICOL haben in der vergangenen Nacht ARIA BLUE I. Natsuoto angekündigt. Die Coming-of-Age-Fantasy-Visual-Novel erscheint am 28. Januar 2027 für PlayStation 5, Nintendo Switch und PC via Steam und bildet den ersten Teil einer größeren Reihe, die denselben Sommer aus mehreren Perspektiven erzählen soll.

Zwei junge Frauen aus ARIA BLUE I. Natsuoto stehen vor einem strahlend blauen Sommerhimmel; eine winkt fröhlich, die andere blickt ruhig in die Kamera.
ARIA BLUE I. Natsuoto beginnt mit Sonne, Jugend und einem Sommer, der offenbar weit weniger harmlos ist, als er aussieht. © Entergram / RICOL

Im Mittelpunkt stehen neun Jungen und Mädchen, deren Geschichten sich im Verlauf der Reihe miteinander verbinden. Jeder einzelne Teil konzentriert sich auf einen Protagonisten und zwei Heldinnen, während sich nach und nach ein größeres Gesamtbild zusammensetzen soll.

Das klingt weniger nach klassischer Route-Auswahl und mehr nach einem erzählerischen Puzzle, bei dem jede neue Perspektive ein Stück Wahrheit nachliefert.

☀️ Ein Sommer, der offenbar verloren gegangen ist

Die Entwickler beschreiben ARIA BLUE als „Youth Fantasy to reclaim a lost summer“. Schon dieser Satz legt ziemlich klar fest, in welche Richtung das Projekt gehen will.

Es geht um Erinnerung, Jugend und einen Sommer, der für die Figuren offenbar mehr bedeutet als bloß Ferien, Sonne und die üblichen emotionalen Katastrophen des Erwachsenwerdens. Welche konkrete phantastische Ebene dahintersteckt, halten Entergram und RICOL derzeit noch bewusst zurück.

Gerade das macht die Ankündigung interessant. Die Fantasy wird bislang nicht über Monster, Magiesysteme oder große Weltrettung verkauft, sondern über das Gefühl, dass mit diesem Sommer etwas grundsätzlich nicht stimmt.

Und wenn eine Visual Novel schon im Untertitel verspricht, verlorene Zeit zurückholen zu wollen, darf man vermutlich davon ausgehen, dass nostalgische Strandtage irgendwann komplizierter werden.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.

🧩 Jede Perspektive erzählt nur einen Teil

Der ungewöhnlichste Punkt ist die Veröffentlichungsstruktur. ARIA BLUE soll über mehrere Teile erscheinen. Jeder davon erzählt denselben Zeitraum aus einem anderen Blickwinkel und konzentriert sich auf einen Protagonisten sowie zwei Heldinnen. Erst über alle Episoden hinweg entsteht die vollständige Geschichte.

Das eröffnet eine ziemlich spannende Möglichkeit: Ereignisse, die in einem Teil eindeutig wirken, können aus einer anderen Perspektive später vollständig anders aussehen. Aussagen bekommen neuen Kontext, vermeintliche Nebenfiguren werden plötzlich zentral und dieselbe Szene kann je nach Figur eine völlig andere Bedeutung haben.

Gerade für Mystery und Coming-of-Age ist das ein starkes Modell. Jugendliche sind schließlich hervorragend darin, überzeugt zu sein, sie hätten eine Situation vollständig verstanden, während drei andere Beteiligte gleichzeitig eine komplett andere Version davon erzählen könnten.

🎨 Neun Figuren, zwei Künstler und viel Sommermelancholie

Für das Charakterdesign und die Originalzeichnungen sind Ashima und Netsuki verantwortlich. Die kreative Leitung liegt bei RICOL. Schon das bisher veröffentlichte Material setzt stark auf sommerliche Farben, Küstenstimmung und jene leicht melancholische Atmosphäre, die japanische Coming-of-Age-Geschichten gern dort platzieren, wo Meer, Abendlicht und verdrängte Erinnerungen zusammentreffen.

Szenarioaufsicht und Planung übernimmt Hasama, während Kou Azumaya an Szenario und Planung arbeitet. Die Musik stammt von Hamu. Das gesamte Projekt wirkt damit sehr bewusst als geschlossene audiovisuelle Erfahrung konzipiert und weniger wie eine einzelne Visual Novel, an die später eventuell noch Fortsetzungen gehängt werden. Die Reihe denkt ihre mehreren Perspektiven offenbar von Anfang an mit.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🌊 Natsuoto ist nur der erste Blick auf die Geschichte

ARIA BLUE I. Natsuoto bildet den Auftakt und erscheint am 28. Januar 2027 in Japan. Der Titel lässt sich ungefähr mit „Sommerklang“ beziehungsweise „Klang des Sommers“ lesen und passt ziemlich gut zu dem bisherigen Ton des Projekts. Mehrere junge Figuren, eine gemeinsame Jahreszeit und Erinnerungen, die offenbar nicht dort geblieben sind, wo sie hingehören.

Dass Entergram und RICOL bereits jetzt klar kommunizieren, dass weitere Teile folgen sollen, ist dabei entscheidend. Natsuoto ist ausdrücklich nur ein Ausschnitt aus der gesamten Geschichte. Wer also beim ersten Abspann glaubt, alle Antworten zu besitzen, hat das System vermutlich falsch verstanden.

📅 Januar 2027 auf PS5, Switch und PC

Die erste Episode erscheint für PlayStation 5, Nintendo Switch und PC via Steam. Eine Switch-2-Fassung wurde bislang nicht angekündigt.

Zur internationalen Veröffentlichung, westlichen Lokalisierungen oder unterstützten Sprachen gibt es derzeit noch keine belastbaren Angaben. Für unseren Artikel würde ich deshalb klar beim japanischen Start bleiben und keine westliche Veröffentlichung suggerieren.

Trotzdem ist das Projekt bereits jetzt interessant genug für unseren Radar. ARIA BLUE versucht keine riesige Fantasywelt zu verkaufen, sondern eine intime Geschichte über Erinnerung und Jugend mit phantastischem Unterbau.

Manchmal muss Fantasy eben keinen Drachen über dem brennenden Horizont platzieren. Ein verlorener Sommer reicht dann vollkommen.

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