Amicus mit Horror-Comeback im Kino – und dazu ein eigener Verleih
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Die Gruft bekommt wieder einen Kinosaal
📰 Was ist los?
In the Grip of Terror bekommt ab Oktober konkrete britische Kinotermine. Gleichzeitig startet mit British Horror Studio Picture House ein neuer Verleiharm, der künftig weitere unabhängige Horrorproduktionen ins Kino bringen soll.
🐛 Was denken wir?
Der Film allein ist längst keine neue Ankündigung mehr. Spannend wird die Sache dadurch, dass Amicus sein Comeback jetzt tatsächlich auf die Leinwand bringt und daraus gleich eine kleine Infrastruktur für britischen Horror baut. Eine alte Marke nur wiederzubeleben ist leicht, ihr wieder einen Platz im Kino zu verschaffen, schon deutlich interessanter.
Der Name Amicus Productions riecht für Horrorfans noch immer nach staubigen Wartezimmern, makabren Kurzgeschichten und jener sehr britischen Form des Grauens, bei der man selbst kurz vor dem sicheren Tod vermutlich noch höflich die Tür aufhält. Jetzt bekommt die Wiederbelebung der traditionsreichen Marke einen konkreten Kinostart.

In the Grip of Terror läuft ab Oktober in ausgewählten britischen Kinos. Gleichzeitig startet British Horror Studio Picture House, ein neuer eigener Verleiharm, der künftig unabhängige britische Horrorfilme gezielt auf die große Leinwand bringen soll. Damit wird aus dem Amicus-Comeback erstmals ein größeres Vertriebsprojekt.
🏥 Im Krankenhaus wartet die Anthologie
In the Grip of Terror knüpft ausdrücklich an die alte Amicus-Tradition der Portmanteau-Horrorfilme an. Mehrere makabre Geschichten werden unter einem gemeinsamen Rahmen verbunden; diesmal führen gestörte Patienten, seltsame Geständnisse und eine zunehmend unangenehme Krankenhausatmosphäre durch die Anthologie. Als literarische Bezugspunkte nennt die Produktion unter anderem H. P. Lovecraft, Ambrose Bierce und E. F. Benson.
Regie führt Lawrie Brewster, das Drehbuch stammt von Brewster und Sarah Daly. Zum Ensemble gehören Jane Merrow, Laurence R. Harvey und Megan Tremethick. Amicus selbst bezeichnet den Film als Rückkehr zur klassischen Anthologieform, mit psychologischem Horror, Schuld und Geschichten, die besser unausgesprochen geblieben wären.
🎬 Im Krankenhaus ist Angst die einzige Diagnose
Der offizielle Trailer zu In the Grip of Terror führt zurück zur klassischen Amicus-Anthologie – mit Krankenhausfluren, Leichenhalle und Geschichten, deren Prognose eher ungünstig ausfällt.
🎞️ Ab Oktober geht es tatsächlich ins Kino
Der britische Kinolauf beginnt vom 9. bis 15. Oktober im Lumière Cinema in Romford. Danach folgen Vorstellungen im Northern Light Cinema in Sale, am 2. November im Peckhamplex in London sowie am 19. November im Southport Bijou Cinema. Weitere Termine sollen dazukommen.
Das ist für das Projekt ein wichtiger Schritt. Amicus wurde zwar bereits vor Jahren wiederbelebt und In the Grip of Terror ebenfalls schon früher angekündigt, jetzt wird aus dem Comeback aber tatsächlich wieder ein Name auf Kinoprogrammen.
🕯️ Ein eigener Verleih für britischen Horror
Noch interessanter ist deshalb fast die zweite Hälfte der Meldung. British Horror Studio Picture House soll als neuer Kinoverleih für Produktionen von British Horror Studio, angeschlossenen Labels und ausgewählte externe Filme dienen. Gründer Lawrie Brewster beschreibt das Ziel ausdrücklich als direkten Weg für kleinere Horrorproduktionen in reguläre Kinos.
Das Unternehmen hat dabei größere Pläne als einen einmaligen Amicus-Abend. Nach dem Aufbau eines britischen Netzwerks soll das Modell perspektivisch 2027 nach Nordamerika erweitert werden.
👻 Black Chariot, Mr Whispers und mehr sollen folgen
In the Grip of Terror dient als Startschuss für eine ganze Reihe weiterer Titel. Bereits für das neue Vertriebsprogramm genannt sind Black Chariot, Mr Whispers und Spoiling You. Letzterer sorgte mit seinem Trailer bereits für mehr als zwei Millionen Abrufe über soziale Netzwerke.
Dahinter steckt eine durchaus interessante Idee: Statt ausschließlich darauf zu hoffen, dass größere Verleiher kleinen britischen Horror irgendwann entdecken, baut das Studio seinen eigenen Weg ins Kino auf. Für eine Marke wie Amicus, deren Geschichte untrennbar mit britischem Kinogrusel verbunden ist, wirkt das fast konsequenter als irgendeine weitere Streaming-Wiederbelebung.
Und wenn schon eine alte Horrorgruft wieder geöffnet wird, kann man schließlich auch gleich einen eigenen Schlüsselbund dafür anfertigen.




