Licht aus, Bewegungssensor an: Alien Breed schickt sechs Amiga-Albträume zurück in den Einsatz

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Da bewegt sich wieder etwas im Korridor

📰 Was ist los?
Die Alien Breed 35th Anniversary Collection bringt sechs Spiele der klassischen Amiga-Ära zurück. Am 24. September startet sie für PC, PS5 und Xbox Series X|S, Nintendo Switch folgt später 2026; moderne Steuerung, Save States, neue Modi und ein interaktives Archiv gehören zum Paket.

🐛 Was denken wir?
Das sieht nach einer erfreulich sorgfältigen Klassiker-Sammlung aus. Gerade das Archiv und die neuen Spielmodi geben dem Paket einen Sinn über bloße Emulation hinaus – und für alte Amiga-Spieler dürfte schon das vertraute Geräusch eines herannahenden Problems reichen, um 35 Jahre schlagartig verschwinden zu lassen.

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🚨 Licht aus, Bewegungssensor an: Alien Breed schickt sechs Amiga-Albträume zurück in den Einsatz

Es brauchte 1991 keine fotorealistischen Monster, um einen dunklen Raum unangenehm werden zu lassen. Ein paar metallische Korridore, knapp bemessene Munition und das Wissen, dass irgendwo zwischen den Pixeln etwas auf den Spieler wartet, reichten Alien Breed vollkommen aus.

Das offizielle Motiv zur Alien Breed 35th Anniversary Collection zeigt den Schriftzug Alien Breed und eine große 35 neben dem schwarzen Kopf einer fauchenden Alien-Kreatur.
35 Jahre später sind die Korridore wieder offen und offenbar wurde in der Zwischenzeit niemand zum Schädlingsdienst geschickt.
©2026 Antstream Ltd.; Team17 und Alien Breed sind Marken bzw. eingetragene Marken von Team17 Digital Ltd.

35 Jahre später werden die Luftschleusen wieder geöffnet. Commodore und Entwickler Antstream bringen gemeinsam mit Rechteinhaber Team17 die Alien Breed 35th Anniversary Collection auf moderne Systeme. Am 24. September erscheint die Sammlung für PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie PC über Steam, GOG und Epic Games Store. Nintendo Switch folgt später im Jahr.

Dabei bleibt es nicht bei sechs alten Spielen in einem neuen Menü. Die gesamte frühe Ära der Sci-Fi-Horror-Reihe wird technisch aufbereitet, um moderne Steuerung und Komfortfunktionen erweitert und um neue Spielmodi sowie ein ungewöhnlich umfangreiches digitales Archiv ergänzt.

👽 Sechs Einsätze aus der ersten Alien-Breed-Ära

Die Sammlung beginnt mit Alien Breed von 1991 und folgt der Reihe durch ihre komplette Amiga-Phase bis 1996. Enthalten sind Alien Breed: Special Edition, Alien Breed II: The Horror Continues, Alien Breed: Tower Assault, Alien Breed 3D und schließlich Alien Breed 3D II: The Killing Grounds.

Gerade dadurch wird die Collection auch zu einer kleinen Zeitreise durch die Entwicklung der Reihe. Die frühen Teile zeigen das klassische Geschehen aus der Vogelperspektive: enge Stationen, Schlüssel, Munition, Terminals und Kreaturen, denen man in diesen Korridoren grundsätzlich lieber einen Raum früher begegnet wäre. Mit Alien Breed 3D wechselte die Serie Mitte der 90er schließlich in die Ego-Perspektive und versuchte, den bedrückenden Stil in dreidimensionale Labyrinthe zu übertragen.

Bei einigen Spielen sind zudem unterschiedliche Originalfassungen enthalten. Alien Breed II bringt seine ECS- und AGA-Versionen mit, Tower Assault erscheint sowohl in der Amiga- als auch in der CD32-Fassung und auch Alien Breed 3D berücksichtigt seine CD32-Version.

🎬 Die Breed ist wieder da

Der offizielle Trailer zeigt die sechs klassischen Alien-Breed-Spiele, ihre modernisierte Präsentation und die neuen Zusatzmodi der Jubiläumssammlung.

🎮 Twin-Stick statt Fingerakrobatik

Antstream will die Originale spielerisch erhalten, nimmt sich bei der Bedienung aber einige Freiheiten. Die 2D- und 3D-Spiele erhalten moderne Twin-Stick-Steuerung, während die dreidimensionalen Teile am PC weiterhin mit Maus und Tastatur gespielt werden können.

Dazu kommen deutlich höhere Bildraten, Rumble-Unterstützung und mehrere Save-State-Plätze. Wer sich noch daran erinnert, wie endgültig ein missglückter Lauf durch eine Raumstation früher sein konnte, dürfte gerade den letzten Punkt als eine der bedeutendsten technischen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts betrachten.

Auch die Darstellung lässt sich anpassen. Neben dem ursprünglichen 4:3-Format steht 16:9 zur Verfügung, während verschiedene Scanline-, CRT- und sogenannte Mega-CRT-Filter den alten Röhrenfernseher zumindest optisch wiederbeleben. Optionale Bildschirmrahmen sollen zusätzlich dafür sorgen, dass das historische Bildformat auf modernen Displays nicht einfach verloren in der Mitte hängt.

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🕹️ Rush und Horde öffnen neue Luftschleusen

Beim Mehrspieler bleibt der lokale Koop der Originalspiele erhalten, wo er bereits damals vorgesehen war. Unterstützte Titel bekommen außerdem Peer-to-Peer-Online-Koop.

Neu ist der Rush-Modus. Hier werden die Spieler ohne Speicherstände und Continues durch eine deutlich härtere Koop-Herausforderung geschickt. Wer lieber alleine leidet, bekommt zusätzlich einen Horde-Modus, dessen Aufgabe erfreulich unkompliziert formuliert werden kann: möglichst lange überleben, während immer mehr von dem auftaucht, weshalb man eigentlich längst hätte evakuiert werden sollen.

Damit erweitert die Collection die alten Spiele an Stellen, an denen sich ihr grundlegendes Design nicht verbiegen muss. Alien Breed lebte ohnehin immer von Druck, knappen Ressourcen und Gegnern, die den Weg zurück zum Ausgang plötzlich sehr viel länger wirken ließen. Eine Überlebensvariante passt deshalb ziemlich natürlich in diese Welt.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🗄️ Hinter der Station wartet ein spielbares Archiv

Der ungewöhnlichste Zusatz steckt allerdings außerhalb der eigentlichen Kampagnen. Die Collection verpackt ihre historischen Materialien in ein begehbares In-Universe-Archiv namens The Vault.

Dort finden sich Konzeptzeichnungen, Material zu den ursprünglichen Veröffentlichungen sowie bislang unveröffentlichte Dokumente. Eine Timeline ergänzt Entwicklerinterviews und retrospektive Videos mit Mitgliedern des ursprünglichen Teams.

Das ist für einen 35-Jahre-Rückblick wahrscheinlich wertvoller als die nächste Hochglanzgalerie mit ein paar freigeschalteten Bildern. Gerade bei einer Reihe, die so eng mit der Amiga-Geschichte und den frühen Jahren von Team17 verbunden ist, gibt es schließlich einiges zu konservieren.

Und hinter der Sammlung steckt noch eine zweite Rückkehr: Für Commodore ist Alien Breed 35th Anniversary Collection das erste neue Publishing-Projekt, seit die Marke 2025 unter neuer Führung wiederbelebt wurde. Ausgerechnet Alien Breed macht also wieder das Licht an.

Vielleicht war das keine gute Idee.

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