Alex Hay wechselt zur Fantasy – London brennt und königliche Heilige warten

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🔥 London brennt. Jetzt kommt Magie dazu.

📰 Was ist los?
Alex Hay hat einen Zwei-Bücher-Deal mit HarperVoyager abgeschlossen und wechselt erstmals vollständig in die Fantasy. Der neue Stoff führt von einem königlichen Hof über ein rebellierendes London bis in die Marschen Cambridgeshires und ein geheimnisvolles Reich königlicher Heiliger.

🐛 Was denken wir?
Das könnte ausgesprochen gut passen. Hay kennt historische Machtstrukturen und gesellschaftliche Intrigen bereits hervorragend – jetzt bekommt er zusätzlich die Freiheit, Religion, Herrschaft und Rebellion mit echter Fantasy zu verbinden. Besonders das Reich der königlichen Heiligen macht neugierig.

Er hat das edwardianische London ausgeraubt, die viktorianische High Society mit Hochstaplern unterwandert und zuletzt ein Luxushotel voller Geheimnisse eröffnet. Jetzt wechselt Alex Hay erstmals vollständig ins Fantasyfach.

Eine düstere Fantasylandschaft mit brennendem London, nebligen Marschen und einer monumentalen Burg, über der drei geisterhafte gekrönte Frauen erscheinen.
Alex Hays neue Fantasy führt vom königlichen Hof über ein brennendes London bis in unheimliche Marschlandschaften und ein Reich königlicher Heiliger. © Fantasykosmos / KI-generiert / manuell nachbearbeitet

Der britische Autor hat einen Zwei-Bücher-Deal mit HarperVoyager abgeschlossen. Der erste neue Roman wird ausdrücklich als classic fantasy beschrieben und führt vom königlichen Hof über die brennenden Straßen eines rebellierenden London bis in die unheimlichen Marschlandschaften Cambridgeshires – und schließlich in ein geheimnisvolles Reich königlicher Heiliger. Einen Titel und Veröffentlichungstermin gibt es bislang noch nicht.

👑 Vom Hof direkt ins Feuer

Schon die wenigen bislang bekannten Schauplätze lassen vermuten, dass Hay seine bisherige Welt keineswegs komplett hinter sich lässt. Höfe, London und gesellschaftliche Macht bleiben sichtbar Teil seiner neuen Geschichte, bekommen diesmal allerdings einen fantastischen Unterbau.

Der Sprung vom königlichen Hof in eine Hauptstadt, in der offen rebelliert wird, klingt nach einer Welt, deren Ordnung bereits zu Beginn unter massivem Druck steht. Dazu kommen die Marschen Cambridgeshires und ein Reich, in dem königliche Heilige offenbar mehr sind als Figuren in alten Chroniken.

Das wirkt deutlich weniger nach abgeschlossener Märchenwelt und stärker nach einer Fantasy, die Bekanntes nimmt und an genau den richtigen Stellen fremd werden lässt.

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🔥 London steht nicht nur dekorativ in Flammen

Besonders reizvoll ist das Bild des rebellierenden London. Die Stadt dient damit offenbar nicht bloß als historische Kulisse für Magie, sondern befindet sich mitten in einem politischen Umbruch.

Das passt zu Hay. Schon seine bisherigen Romane interessierten sich stark dafür, was passiert, wenn Menschen ohne formelle Macht beginnen, gesellschaftliche Regeln gegen jene einzusetzen, die sie geschaffen haben.

In einer Fantasywelt lässt sich dieses Prinzip noch deutlich weiter treiben. Rebellion kann hier gleichzeitig politisch, religiös und magisch werden, besonders wenn Königsherrschaft und Heiligkeit miteinander verbunden sind.

🌫️ In den Marschen wartet etwas

Dann ist da Cambridgeshire. Die neuen Bücher sollen auch in die unheimlichen Marschlandschaften der Grafschaft führen. Gerade dieser Schauplatz besitzt schon ohne große Monsterbeschreibung eine ausgesprochen brauchbare Atmosphäre: flaches Land, Wasser, Nebel, alte Wege und Orte, an denen sich Entfernungen nachts plötzlich anders anfühlen können als am Tag.

Für Hay ist die Region zudem nicht völlig beliebig gewählt. Er ist selbst in Cambridge aufgewachsen, wodurch die Landschaft wenigstens einen biografischen Bezug besitzt. Fantasy muss schließlich nicht immer aus Bergen bestehen, die aussehen, als hätten sie ausschließlich den Zweck, irgendwann einen Drachen daraufzusetzen.

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✨ Was sind königliche Heilige?

Der faszinierendste bisher bekannte Begriff ist allerdings das „realm of royal saints“. Was genau sich dahinter verbirgt, wurde noch nicht erklärt. Schon die Formulierung eröffnet jedoch einige ziemlich interessante Möglichkeiten. Sind diese Heiligen verstorbene Herrscher? Eine religiöse Ordnung? Verehrte Könige mit realer übernatürlicher Macht? Oder ein eigenes Reich, das neben der menschlichen Welt existiert?

Gerade weil bislang noch so wenig erklärt wurde, sollte man daraus keine fertige Mythologie bauen. Als Bild ist ein Reich königlicher Heiliger aber stark genug, um sofort neugierig zu machen. Und es deutet darauf hin, dass Hay nicht lediglich ein bisschen Magie über ein historisches England streut.

📚 Ein Historiker baut jetzt Magie ein

Der Genrewechsel kommt dabei weniger überraschend, als es zunächst wirkt. Hay studierte Geschichte an der University of York und beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit mit weiblicher Macht an Königshöfen.

Genau dieses Interesse hat seine bisherigen Romane sichtbar geprägt. The Housekeepers – auf Deutsch als Mayfair House erschienen – führt ins London des Jahres 1905 und baut einen großen Coup aus Klassenunterschieden, Dienstbotenwelt und gesellschaftlicher Hierarchie. The Queen of Fives, inzwischen auf Deutsch als Die Queen von Mayfair erschienen, schickt eine Hochstaplerin in die feinsten Kreise der viktorianischen Gesellschaft.

Sein dritter historischer Roman The Midnight Guests erschien erst im September 2026. Damit kommt der Wechsel zu HarperVoyager unmittelbar nach einer bislang klar historisch geprägten Phase.

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🗝️ Der Genrewechsel könnte genau passen

Gerade deshalb ist dieser Schritt interessanter als irgendein beliebiger Autor, der nun eben auch Fantasy schreibt. Hay muss für Fantasy nicht plötzlich vergessen, was seine bisherigen Geschichten getragen hat. Macht, soziale Rollen, geheime Pläne, politische Systeme und Menschen, die innerhalb dieser Systeme ihre eigenen Regeln entwickeln, funktionieren in einem erfundenen Königreich genauso gut wie im historischen London. Der Unterschied besteht darin, dass er nun zusätzlich entscheiden darf, welche Regeln überhaupt gelten.

Wer darf heilig werden? Woher kommt Macht? Was bedeutet eine königliche Blutlinie, wenn Religion womöglich real auf sie reagiert? Und was passiert mit einer Monarchie, wenn die Hauptstadt tatsächlich brennt? Das sind Fragen, bei denen Fantasy schnell erheblich interessanter wird als bloße Kulisse.

🏰 Classic Fantasy – aber was heißt hier klassisch?

HarperVoyager bezeichnet den neuen Stoff ausdrücklich als „classic fantasy“. Das sollte allerdings nicht automatisch mit Elfenwald, Questgruppe und dunklem Lord übersetzt werden.

Die bislang genannten Bestandteile sprechen eher für eine Welt, die sich an britischer Geschichte, Königsherrschaft und religiöser Mythologie orientiert. Gleichzeitig scheint sie mehrere sehr unterschiedliche Räume zusammenzubringen: Hof, Großstadtaufstand, Marschland und ein übernatürlich klingendes Heiligenreich.

„Klassisch“ könnte hier deshalb eher bedeuten, dass Hay wieder stärker mit großen fantastischen Welten, politischen Konflikten und Mythologie arbeitet, statt einem aktuellen Trendetikett hinterherzulaufen. Das wäre mir persönlich auch deutlich lieber.

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📖 Zwei Bücher, noch viele Leerstellen

Der Deal umfasst zwei Romane. Ob sie unmittelbar zusammenhängen, eine Reihe bilden oder lediglich in derselben Welt spielen, wurde bislang nicht öffentlich konkretisiert.

Auch Titel, Hauptfiguren und Veröffentlichungstermine fehlen noch. Damit wissen wir momentan genug, um das Projekt ernst zu nehmen, aber noch zu wenig, um daraus bereits eine halbe Enzyklopädie zu bauen.

Genau das ist eigentlich angenehm. Der entscheidende Schritt ist gemacht: Alex Hay wechselt zu HarperVoyager und baut erstmals eine Fantasywelt. Alles Weitere kann wachsen, sobald wir tatsächlich mehr über die Geschichte erfahren.

🔥 London brennt diesmal wirklich

Für Fantasykosmos ist das ein ausgesprochen interessanter Deal. Hay bringt eine starke historische Grundlage mit und scheint sie diesmal nicht gegen Fantasy auszutauschen, sondern ihr unterzuordnen.

Ein königlicher Hof, eine brennende rebellische Hauptstadt, unheimliche Marschen und ein Reich königlicher Heiliger ergeben zusammen bereits eine ziemlich verführerische Landkarte.

Wenn Hay seine Freude an Intrigen und gesellschaftlichen Machtspielen beibehält, könnte gerade der Genrewechsel hervorragend funktionieren.

Denn bisher musste er seine Figuren nur gegen Menschen antreten lassen. Jetzt dürfen auch die Heiligen mitmischen.

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