African Kung-Fu Nazis erobern die Welt: Jetzt kommt Adolf Robotler

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🥋 Führerlos durchgeprügelt

📰 Was ist los?
Die Trashfilmreihe African Kung-Fu Nazis erhält einen neuen internationalen Vertrieb. Cappu Films vermarktet künftig den ersten Film, African Kung-Fu Nazis II: Bum Bum! und eine begleitende Dokumentation. In der Fortsetzung kämpft ein einarmiger Held gegen den Nazi-Cyborg Adolf Robotler.

🐛 Was denken wir?
Derart hemmungsloses Independentkino verdient zumindest Respekt für seinen Mut zum Irrsinn. Die Mischung aus Kung-Fu, Antinazi-Satire und Trash ist sicher nicht für jeden Geschmack, aber eine bemerkenswert eigenständige Produktion. Pedro hat bereits Teil drei vorgeschlagen: „Der Untergang des Karate-Kanzleramts“. Leider wollte niemand sein Drehbuch lesen.

Es gibt Filme, deren Handlung klingt, als hätte jemand um drei Uhr morgens sämtliche Genregrenzen abgeschafft. African Kung-Fu Nazis gehört zweifellos dazu. Ein nach Ghana geflohener Hitler, afrikanische Kung-Fu-Meister, japanische Militärschurken und ein tödliches Kampfturnier waren offenbar noch nicht genug. In der Fortsetzung tritt deshalb ein Nazi-Cyborg namens Adolf Robotler auf den Plan. Und jetzt soll das gesamte filmische Spektakel international vermarktet werden.

Szenenbild aus der Trashkomödie African Kung-Fu Nazis: Ein Schauspieler in einer satirischen Hitler-Rolle trägt eine dunkle Militäruniform, hat einen kurzen schwarzen Seitenscheitel und einen kleinen Oberlippenbart. Mit weit aufgerissenen Augen und entsetztem Gesichtsausdruck hält er ein Kind im Arm. Im Hintergrund ist eine helle Hauswand zu sehen.
Geschichtsunterricht war gestern: In African Kung-Fu Nazis verschlägt es einen fiktiven Hitler nach Ghana, wo ihn ein ausgesprochen ungewöhnliches Kung-Fu-Abenteuer erwartet. Die Trashfilmreihe bekommt jetzt einen neuen internationalen Vertrieb. © Filmstill aus African Kung-Fu Nazis.

Das Unternehmen Cappu Films aus Hongkong hat am 6. November 2026 die internationalen Vertriebsrechte an der Filmreihe und einer begleitenden Dokumentation übernommen. Damit bekommt eines der abenteuerlichsten Projekte des jüngeren Trashkinos eine neue Chance auf ein weltweites Publikum.

🥋 Hitler kann Kung-Fu. Natürlich kann er das.

Die Ausgangslage des ersten Films African Kung-Fu Nazis aus dem Jahr 2020 verdient eine kurze Erklärung. Eine vernünftige Erklärung ist allerdings nicht erhältlich.

In dieser bewusst absurden Alternativgeschichte hat Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg überlebt und ist mit einem U-Boot nach Ghana geflohen. Dort verbündet er sich mit dem japanischen Militärführer Hideki Tōjō und einer grotesken Gestalt namens Horse-Man Göring.

Gemeinsam wollen sie die Weltherrschaft zurückerobern. Als entscheidende Waffe dient ihnen allerdings keine gigantische Armee, sondern eine Mischung aus Gehirnwäsche, Kampfsport und äußerst zweifelhaften Karatefähigkeiten.

Dummerweise gibt es in Ghana Menschen, die das überhaupt nicht lustig finden. Und so beginnt ein Rachefeldzug voller wilder Schlägereien, blutiger Kämpfe und historischer Figuren, die offensichtlich aus dem falschen Geschichtsbuch gefallen sind.

Der Film entstand unter der Regie von Sebastian Stein und Samuel K. Nkansah, auch bekannt als Ninja-Man. Die deutsch-ghanaisch-japanische Produktion verbindet die Ästhetik alter Hongkong-Kung-Fu-Filme mit afrikanischem Independentkino und hemmungsloser Trashkomödie.

Offizieller Trailer zu African Kung-Fu Nazis II: Bum Bum! · Originalkanal der Filmemacher

🤖 African Kung-Fu Nazis II: Bum Bum! legt noch einen drauf

Wer nun glaubte, dieser Wahnsinn ließe sich kaum steigern, hat die Fortsetzung gewaltig unterschätzt. In African Kung-Fu Nazis II: Bum Bum! kehrt der Größenwahnsinn zurück. Diesmal allerdings in mechanisch verbesserter Form.

Adolf Robotler, ein Nazi-Cyborg, will Präsident von Ghana werden.

Sein Gegenspieler ist der einarmige Kämpfer Addo, der den Tod seines Bruders rächen will. Gemeinsam mit Sek Tin stellt er sich der neuen Bedrohung entgegen.

Hinzu kommen absurde Kampftechniken, mörderische Duelle und eine Handlung, die sich offenbar vorgenommen hat, jeden Rest historischer Plausibilität endgültig zu entsorgen.

Die Fortsetzung wurde größtenteils in Ghana gedreht und durch Crowdfunding finanziert. Besonders japanische Fans des ersten Films halfen dabei, das Projekt zu ermöglichen.

2025 lief Bum Bum! unter anderem beim Nippon Connection Filmfestival in Frankfurt und beim renommierten Sitges Fantastic Film Festival in Spanien. Weitere Festivalauftritte folgten 2026.

Der Film ist also keineswegs eine bloße Internetkuriosität, sondern ein tatsächlich produzierter, international gezeigter Spielfilm von rund 99 Minuten Länge. Was die Angelegenheit nicht weniger bemerkenswert macht.

Nichts als die Wahrheit. Schmaler Banner für den Arkanen Moosverhetzer. Ein Moosling mit Blatthelm, der wütend eine Propagangazeitung liest.

🌍 Hongkong übernimmt die Welteroberung

Nun beginnt das nächste Kapitel, diesmal glücklicherweise ohne tatsächliche Welteroberungspläne.

Cappu Films übernimmt die internationale Vermarktung von drei Produktionen:

  • African Kung-Fu Nazis, dem Originalfilm von 2020
  • African Kung-Fu Nazis II: Bum Bum!, der Fortsetzung
  • African Kung-Fu Nazis – The Doc, einer Dokumentation über die Entstehung des ersten Films

Die Vereinbarung mit Filmemacher und Produzent Sebastian Stein wurde im Rahmen des Taiwan Creative Content Fest in Taipeh bekannt gegeben. Cappu Films soll die noch verfügbaren internationalen Rechte anbieten. Bereits bestehende Veröffentlichungsverträge bleiben bestehen.

Der erste Film war in Deutschland bereits auf DVD, Blu-ray und als Video-on-Demand erhältlich. In Japan liefen sogar beide Filme im Kino.

Zusätzlich sind neue Merchandise-Produkte geplant, die die eigenwillige Bilderwelt der Reihe aufgreifen sollen. Konkrete Veröffentlichungen stehen dafür allerdings noch nicht fest.

Satirische Werbung für oopsure: Zwei junge Elben mit roten und dunklen Haaren machen ein entspanntes Selfie in ihrer modernen Wohnung, während im Hintergrund ein kleiner Drache das Sofa in Brand setzt. Auf dem Smartphone ist die Schadensmeldung der fiktiven Versicherung bestätigt. Slogan: „Ups. War ein Drache.“

🎥 Auch der Wahnsinn hinter der Kamera wird dokumentiert

Besonders interessant finden wir die begleitende Dokumentation African Kung-Fu Nazis – The Doc. Denn hinter den absurden Geschichten steckt ein ungewöhnliches internationales Filmprojekt: Filmemacher aus Ghana, Deutschland und Japan arbeiten zusammen, um mit begrenzten Mitteln eine völlig eigenständige Form von Actionkino zu schaffen.

Eine Produktion dieser Art verlangt nicht nur Fantasie, sondern auch reichlich Improvisation, Organisationstalent und die Bereitschaft, sich von klassischen Filmkonventionen zu verabschieden.

Die Dokumentation begleitet die Entstehung des Originals und könnte damit zeigen, wie aus einer grotesken Idee tatsächlich ein fertiger Kinofilm wurde.

FANTASYKOSMOS · TRASHKINO-AKTE

AFRICAN
KUNG-FU NAZIS

Zwei Filme. Eine Doku. Null historische Vernunft.

🌍 Neuer internationaler Vertriebsdeal · 6. November 2026

OriginalfilmAfrican Kung-Fu Nazis (2020) FortsetzungAfrican Kung-Fu Nazis II: Bum Bum! Laufzeiten84 / 99 Minuten RegieSebastian Stein, Samuel K. Nkansah ProduktionsländerGhana · Japan · Deutschland GenreMartial Arts · Horror · Trashkomödie Neue VermarktungCappu Films, Hongkong ZusätzlichAfrican Kung-Fu Nazis – The Doc Neuer KinostartNoch nicht angekündigt

🤖 DER ZWEITE FILM

Der einarmige Kung-Fu-Kämpfer Addo legt sich mit einem Nazi-Cyborg an, der Präsident von Ghana werden will. Ja, das ist wirklich die Handlung.

📼 SCHON ERSCHIENEN

Der erste Film wurde in Deutschland bereits auf DVD, Blu-ray und als Video-on-Demand veröffentlicht. Der neue Vertrag ist keine Ankündigung einer Deutschlandpremiere.

Die Geschichte kapituliert. Das Kung-Fu übernimmt.

🍿 Trashkino ohne Sicherheitsgurt

Natürlich muss niemand African Kung-Fu Nazis für anspruchsvolles Erzählkino halten. Die Filme setzen ganz bewusst auf Übertreibung, groteske Gewalt, Geschmacklosigkeiten und den Charme alter Billigproduktionen.

Aber gerade darin steckt auch etwas Bemerkenswertes.

Hier haben unabhängige Filmemacher nicht versucht, Hollywood mit einem winzigen Budget zu kopieren. Sie haben ihre eigene bizarre Kinowelt erschaffen.

Dass sich daraus eine Fortsetzung, Festivalaufführungen, eine Dokumentation und nun ein internationaler Vertriebsdeal entwickelt haben, ist eine erstaunliche Erfolgsgeschichte.

Ob die Filme tatsächlich neue Zuschauer finden, wird sich zeigen. Einen neuen deutschen Starttermin für die Fortsetzung gibt es durch den Vertriebsdeal noch nicht.

Wir jedenfalls können kaum glauben, dass wir gerade ernsthaft über einen einarmigen Kung-Fu-Kämpfer berichten, der Ghana vor einem Nazi-Cyborg retten muss.

Und trotzdem sind wir hier.

Manchmal gewinnt das Kino tatsächlich gegen jede Vernunft.

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