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Der neue Leibwächter kennt nur extreme Lösungen
📰 Was ist los?
Der südkoreanische Science-Fiction-Webtoon Nano List wird als 24-teilige CGI-Serie adaptiert. Die jeweils rund zwölf Minuten langen Folgen starten am 17. August 2026 bei TVING. Ein internationaler Simulcast ist noch nicht bestätigt.
🐛 Was denken wir?
Androiden als alltägliche Mitbewohner und potenzielle Massenvernichtungswaffen geben der Geschichte einen starken Gegensatz. Das kurze Folgenformat passt grundsätzlich zum Webtoon, darf die Figuren aber nicht auf zwölfminütige Actionhäppchen reduzieren.
🤖 Zwei Androiden und ein tödliches Geschenk: Nano List wird zur CGI-Serie
Androiden gehören in der Welt von Nano List längst zum Alltag. Sie arbeiten, helfen im Haushalt und werden offenbar gelegentlich von älteren Schwestern als Geburtstagsgeschenk hinterlassen. Bei Milo fällt dieses Geschenk allerdings etwas großzügiger aus als ein neuer Staubsauger.

© Min Song-A / WEBTOON / Nano List Production Committee
Der südkoreanische Webtoon von Min Song-A erhält eine 24-teilige CGI-Serie. Die Folgen starten am 17. August 2026 beim koreanischen Streamingdienst TVING und dauern jeweils ungefähr zwölf Minuten. Für die Produktion ist Studio Gale verantwortlich.
Ein internationaler Simulcast wurde bislang nicht angekündigt. Damit bleibt vorerst offen, wann und über welchen Anbieter die Adaption außerhalb Südkoreas verfügbar sein wird.
🦾 Zwei künstliche Menschen ziehen bei Milo ein
Milo lebt in einer Zukunft, in der Androiden weder selten noch besonders erklärungsbedürftig sind. Sein eigenes Leben verändert sich trotzdem grundlegend, als seine Schwester ihm zwei von ihr entwickelte künstliche Menschen überlässt.
Eine davon soll als Leibwächter dienen. Hinter dieser vergleichsweise beruhigenden Berufsbezeichnung verbergen sich allerdings gefährliche Fähigkeiten, übermenschliche Kraft und mehrere Geheimnisse, von denen Milo zunächst nichts weiß.
Der offizielle Werbesatz des Key-Visuals geht noch einen Schritt weiter: Nano stellt sich dort mit der Erklärung vor, sie sei gekommen, um Milo zu töten. Für einen Bodyguard ist das eine ausgesprochen flexible Auslegung des Auftrags.
🔴 Alltag und Gefahr teilen sich dieselbe Wohnung
Die Geschichte verbindet Science-Fiction-Action mit Fragen nach künstlichem Bewusstsein, menschlicher Verantwortung und der Grenze zwischen Maschine und Person.
Milo muss nicht nur lernen, mit zwei Androiden zusammenzuleben. Er gerät zugleich zwischen ihre Fähigkeiten, ihre Vergangenheit und jene Menschen, die künstliche Wesen als Produkte, Waffen oder ersetzbare Werkzeuge betrachten.
Gerade darin liegt der Reiz von Nano List. Die technische Zukunft wird nicht über Raumschiffe oder ferne Planeten erzählt. Sie beginnt in einem gewöhnlichen Zuhause, in dem plötzlich zwei künstliche Menschen am Tisch sitzen und mindestens eine davon das Potenzial besitzt, die gesamte Nachbarschaft umzubauen.
📱 Vom vertikalen Webtoon zur kurzen CGI-Folge
Die Vorlage erschien zwischen Januar 2016 und Dezember 2018 mit insgesamt 146 Kapiteln. Die deutsche Übersetzung ist bei WEBTOON verfügbar und erzählt die Geschichte bereits vollständig.
Für die Animation wählt die Produktion ein ungewöhnliches Format. Statt klassischer Episodenlängen von rund 24 Minuten umfasst die Serie doppelt so viele, dafür deutlich kürzere Folgen.
Das kann zum Erzählrhythmus eines Webtoons passen, dessen Kapitel ebenfalls auf schnelle Wendungen und starke Schlusspunkte ausgelegt sind. Entscheidend wird sein, ob die zwölf Minuten genug Raum für Milos Alltag und die emotionale Seite der Androiden lassen oder jede Episode bereits beim ersten größeren Konflikt wieder endet.
🌍 Der wichtigste Anbieter fehlt noch
TVING zeigt Nano List ab dem 17. August exklusiv in Südkorea. Angaben zu Untertiteln, Synchronfassungen und einem internationalen Streamingpartner fehlen bislang.
Gerade bei einer Vorlage, die längst international über WEBTOON verfügbar ist, wäre eine weltweite Auswertung naheliegend. Bestätigt ist sie trotzdem noch nicht.
Milo erhält zwei Androiden von seiner Schwester. Eine soll ihn beschützen, die andere könnte ihn töten – möglicherweise handelt es sich dabei auch um dieselbe Maschine mit einem sehr breit gefassten Arbeitsvertrag.






