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Der König ist kostenlos, sein halber Hofstaat künstlich
📰 Was ist los?
Mystic Depths: The Corrupted King wurde dauerhaft auf Free-to-Play umgestellt. Das Oldschool-RPG bietet laut Entwickler rund 30 Stunden Spielzeit, wird bislang jedoch nur von drei negativen Steam-Rezensionen begleitet. Große Teile der Bilder, Figurenporträts und Plugins entstanden mit generativer KI oder entsprechender Unterstützung.
🐛 Was denken wir?
Null Euro sind ein überzeugender Preis, die negativen Rezensionen bleiben allerdings ein ziemlich mieses Empfangskomitee. Spannender ist die bemerkenswert ausführliche KI-Offenlegung. Rund 60 Prozent der Figurenporträts, fast das gesamte Inventar und die meisten Plugins sind kein gelegentlicher Versuch mehr, sondern ein wesentlicher Teil der Produktion. Wer hinabsteigt, sollte deshalb wissen: In diesen Verliesen lauern neben Monstern auch sehr viele berechnete Pinselstriche.
⛏️ Mystic Depths: The Corrupted King verschenkt 30 Stunden Finsternis
Der korrumpierte König hat offenbar seine letzte Einnahmequelle verloren. Mystic Depths: The Corrupted King wurde auf Steam dauerhaft auf kostenlos umgestellt. Wer Minen, Ruinen und finstere Verliese gern ohne Eintrittskarte betritt, kann das vollständige Oldschool-RPG inzwischen einfach herunterladen.
Das Spiel erschien erst am 23. Juni 2026 und kostete zuletzt 9,80 Euro. Entwickler François Duchesne verspricht ungefähr 30 Stunden bis zum finalen Boss. Zeitdruck gibt es keinen: Die Preisumstellung ist dauerhaft und keine begrenzte Verschenkaktion.

🕯️ Im Dunkeln sind auch die Gegner schlechter gelaunt
Mystic Depths: The Corrupted King führt in eine mittelalterliche Pixelwelt unter der Herrschaft des Baldemar-Imperiums. Unterdrückte Städte, zerstörte Ruinen, tiefe Minen und alte Verliese bilden die Stationen einer Reise voller verborgener Geheimnisse.
Licht spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit dem Wechsel zwischen Tag und Nacht verändern sich Gefahren und Gegner. Unterirdische Gebiete verlangen Vorbereitung, ausreichend Vorräte und eine gewisse Skepsis gegenüber jedem Gang, der verdächtig bequem nach unten führt.
Der Held verbessert Stärke, Beweglichkeit, Geschwindigkeit, Weisheit und Intelligenz, sammelt neue Waffen und Rüstungen und erschließt zunehmend gefährlichere Regionen. Unterstützt werden Englisch, Französisch und lateinamerikanisches Spanisch. Eine deutsche Übersetzung ist derzeit nicht vorhanden.
🤖 Der künstliche Hofstaat des korrumpierten Königs
Der kostenlose Zugang besitzt einen auffälligen Begleiter. Zahlreiche Bestandteile des Spiels wurden mithilfe generativer KI erstellt oder bearbeitet. Dazu gehören das Logo, der Titelbildschirm, einzelne Bilder wichtiger Handlungsmomente und die Mehrheit der Grafiken für Waffen, Rüstungen, Zubehör und Missionsgegenstände.
Ungefähr 60 Prozent der Figurenporträts in Dialogen entstanden ebenfalls mit KI-Unterstützung. Hinzu kommen die meisten verwendeten Plugins. Der Entwickler erklärt, die Inhalte ausgewählt, überprüft und vielfach manuell überarbeitet zu haben. Während des laufenden Spiels wird keine generative KI eingesetzt.
Für Spieler, die KI-Material in kommerziellen Spielen grundsätzlich ablehnen, dürfte sich der Abstieg damit bereits erledigt haben. Alle anderen wissen zumindest vor dem Download, wie viel künstliche Hilfe in diesen Tiefen verbaut wurde.
👎 Drei Stimmen aus dem Verlies
Auf Steam liegen bislang genau drei Nutzerrezensionen vor – und alle drei sind negativ. Das sieht unangenehm aus, reicht jedoch kaum für ein belastbares Gesamtbild. Steam selbst weist wegen der geringen Anzahl noch keine zusammengefasste Bewertung aus.
Der kostenlose Zugang senkt immerhin das Risiko auf überschaubare null Euro. Rund 30 Stunden Spielzeit, eine düstere Pixelwelt und klassische Verliese klingen nach einem brauchbaren Angebot. Der massive KI-Anteil und der misslungene Start bei den ersten Rezensionen gehören ebenso deutlich auf die Zutatenliste.
Der korrumpierte König verlangt inzwischen kein Geld mehr. Vertrauen muss er sich allerdings weiterhin erspielen.





