Cola aus Europa? Klosterfund führt direkt nach Knattermoor

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🥤 Cola aus Europa? Klosterfund führt direkt nach Knattermoor

In einem Dominikanerkloster in Florenz ist ein vergilbter Werbezettel aus dem 19. Jahrhundert aufgetaucht. Beworben wird darauf ein stärkendes Wein-Elixier aus Colanüssen, bolivianischen Kokablättern und Alkohol. Die Entdeckung sorgte umgehend für einen internationalen Herkunftsstreit. Italien beanspruchte das Getränk als klösterliches Kulturerbe. Die Vereinigten Staaten verwiesen auf John Pemberton und das Jahr 1886. Frankreich stellte vorsorglich eine Rechnung aus.

Alle liegen falsch.

Dem Arkanen Moosverhetzer ist es gelungen, die geheime Zutatenliste der ursprünglichen Cola einzusehen. Das Rezept stammt aus der Koboldrepublik Knattermoor und wurde bereits Jahrhunderte vor Pemberton im Keller einer Knatterstedter Pfandleihe ausgeschenkt.

Unter dem Namen Knatterbräu Nummer 6.

Die Nummern 1 bis 5 waren tödlich.

Zwei Kobolde brauen in einem chaotischen Keller eine dunkle Flüssigkeit in einem großen Kupferkessel. Auf dem Tisch liegen Colanüsse, Blätter, ein Behördenstempel und eine alte Socke, während ein kleiner Drache in den Kessel pustet.
Das Originalrezept enthält sieben geheime Zutaten und mindestens drei Verstöße gegen das Lebensmittelrecht.

🧪 Das geheime Originalrezept aus Knattermoor

Die vollständige Rezeptur wird bis heute im Knatterstedter Amt für durstbedingte Fehlentscheidungen aufbewahrt. Sie darf nur von drei vereidigten Kobolden gelesen werden.

Zwei sind inzwischen blind.

Der dritte verkauft Limonade.

1. Colanüsse aus zweifelhafter Haltung

Für einen Kessel Knatterbräu werden exakt 30 Gramm Colanüsse benötigt. Die Nüsse müssen zuvor drei Tage lang in einem feuchten Lederbeutel lagern, den ein Kobold beim Würfelspiel verloren hat.

Frische Nüsse gelten als ungeeignet.

Sie schmecken zu wenig nach Keller.

2. Kokablätter gegen Müdigkeit und Realität

Zehn Gramm Kokablätter verleihen dem Getränk seine belebende Wirkung. Knattermoorer Braumeister empfehlen die doppelte Menge, sobald der Konsument arbeiten, regieren oder länger als sechs Minuten mit einem Amt sprechen muss.

Bei dreifacher Dosierung hält man sich selbst für zuständig.

Das kann gefährlich werden.

3. Wasser aus dem Fluss Knatter

Das Wasser des Flusses Knatter wird flussabwärts der Hauptstadt geschöpft. Dort enthält es Mineralien, Schlamm und kleine Mengen mehrerer Maschinen, die während der Industrialisierung hineingefallen sind.

Eine Filterung ist verboten.

Sie würde den Charakter entfernen.

4. Sieben Löffel schwarzer Zuckerschleim

Amerikanische Hersteller verwenden gewöhnlichen Zucker oder Maissirup. Das Original enthält schwarzen Zuckerschleim aus den staatlichen Melassegruben von Unterknatter.

Er klebt an Zähnen, Trinkgefäßen und Familienflüchen.

Ein einziger Tropfen reicht aus, um zwei Liter Wasser süß und einen Holztisch dauerhaft unbenutzbar zu machen.

5. Der Atem eines schlecht gelaunten Drachen

Für die Kohlensäure wird kein technisches Verfahren benötigt. Ein kleiner Sumpfdrache wird geweckt und direkt über den Kessel gehalten.

Entscheidend ist seine Stimmung.

Ein zufriedener Drache erzeugt nur lauwarmen Dampf. Ein hungriger Drache liefert feinste Bläschen. Ein wirklich wütender Drache entfernt zusätzlich das Dach der Brauerei.

Kenner bevorzugen den Jahrgang ohne Dach.

6. Ein halber Behördenstempel

Den unverwechselbaren Nachgeschmack erzeugt ein aufgeweichter Behördenstempel. Verwendet werden ausschließlich abgelehnte Anträge aus dem Knatterstedter Bauamt.

Genehmigte Formulare schmecken zu mild.

Nach zwölf Stunden Kochzeit löst sich das Siegelwachs und verleiht dem Getränk seine dunkle Farbe sowie den Eindruck, irgendetwas unterschrieben zu haben.

7. Die geheime Zutat

Der letzte Bestandteil wurde über Jahrhunderte verschwiegen.

Es handelt sich um eine einzelne Socke.

Sie muss einem Kobold gehören, mindestens zwei Winter getragen worden sein und während des Brauens langsam am Rand des Kessels entlanggezogen werden.

Die Socke kommt anschließend zurück in den Verkauf.

Knattermoor verschwendet nichts.

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🇺🇸 Amerika entfernte nur die gefährlichen Bestandteile

Wie das Rezept aus Knattermoor nach Florenz gelangte, ist unklar. Vermutlich brachten Missionare eine abgeschwächte Fassung in die Klosterapotheke. Dort ersetzte man Drachenatem und Zuckerschleim durch Alkohol. Das galt damals als gesundheitsbewusste Variante.

John Pemberton soll Jahrzehnte später auf eine weitere entschärfte Fassung gestoßen sein. Die Amerikaner entfernten schließlich Socke, Behördenstempel und Flussmaschinen, füllten das Ergebnis in Flaschen und machten daraus eine Weltmarke.

Knattermoor spricht seitdem von Produktpiraterie. Coca-Cola weist sämtliche Vorwürfe zurück. Das Unternehmen erklärt, im Getränk befänden sich weder gebrauchte Textilien noch Teile koboldischer Verwaltungsstempel.

Das beweist natürlich gar nichts. Ein Geheimrezept heißt schließlich nicht umsonst Geheimrezept.

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🧾 Knattermoor fordert Lizenzgebühren

Die Koboldrepublik verlangt nun für jede seit 1886 verkaufte Cola rückwirkend drei Kupfermünzen, eine leere Flasche und eine schriftliche Entschuldigung.

Die Vereinigten Staaten haben bislang nicht reagiert. Knattermoor droht deshalb mit der Veröffentlichung weiterer Originalrezepte. Betroffen sein könnten amerikanischer Ketchup, Energydrinks und jene orangefarbene Käsesoße, die selbst Ratten nur unter Aufsicht fressen.

Im Kloster San Marco wird unterdessen weitergesucht. Vielleicht taucht dort bald die erste Fassung des Knatterbräus auf. Erkennbar wäre sie an der Socke.

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