Die Inquisition ermittelt gegen sich selbst: Games Workshop findet bei Warhammer keine KI

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Vollständig menschliche Überbevölkerung an der Hand

📰 Was ist los?
Games Workshop hat mehrere auffällige Fehler in Warhammer-Produktdarstellungen intern auf eine mögliche KI-Nutzung untersucht. Nach Darstellung des Konzerns waren sämtliche Vorfälle menschlich verursacht und die internen Regeln wurden eingehalten.

🐛 Was denken wir?
Ein menschlicher Sechsfingerfehler wirkt seltsam unplausibel. Unsere Spezies kennt die übliche Ausstattung ihrer Hände ziemlich genau und lernt im Kindergarten spätestens daran das Abzählen. Möglich wäre ein konkreter Montagefehler, doch gerade dessen Entstehung müsste Games Workshop erklären. Stattdessen gibt es einen hausinternen Freispruch ohne offengelegte Belege. Für die Inquisition mag das reichen. Für ein High Five von Fanseite gewiss nicht.

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🔍 Die Inquisition ermittelt gegen sich selbst: Games Workshop findet bei Warhammer keine KI

Games Workshop hat mehrere verdächtige Fehler in seinen Produktdarstellungen untersucht. Das Ergebnis überrascht ungefähr so sehr wie ein Freispruch durch ein selbst einberufenes Tribunal: Die Fehler stammten vollständig von Menschen, sämtliche Mitarbeiter hätten die internen KI-Regeln eingehalten.

Beweise, Untersuchungsberichte oder auch nur nähere Angaben zu den geprüften Fällen liefert der Konzern nicht. Games Workshop verrät weder, wer ermittelt hat, welche Dateien untersucht wurden noch wie sich der menschliche Ursprung der Fehler zweifelsfrei feststellen ließ. Die Öffentlichkeit erhält ausschließlich das Ergebnis: keine KI, alles sauber, Akte geschlossen.

Drei Prüfer untersuchen in einem dunklen Archiv das vergrößerte Bild eines gepanzerten Science-Fiction-Soldaten mit einem zusätzlichen Finger an der Waffe.

🖐️ Der sechste Finger bleibt im Raum

Der Geschäftsbericht nennt das bekannteste verdächtige Motiv nicht ausdrücklich. Gemeint sein dürfte allerdings unter anderem jenes im Juni veröffentlichte Bild zu Warhammer: The Horus Heresy, auf dem ein Space Marine scheinbar fünf Finger um seinen Bolter legt, zusätzlich zu dem auf der anderen Seite zu erwartenden Daumen.

Games Workshop erklärte damals, die Bildsprache der Horus Heresy verbinde seit 2012 fotografierte Miniaturen mit gemalten Elementen. Beim Zusammensetzen sei einem menschlichen Mitarbeiter der zusätzliche Finger unterlaufen. Das ist technisch durchaus möglich. Gerade beim Übermalen, Montieren und Verblenden verschiedener Bildelemente können ähnlich groteske Fehler entstehen.

Die Erklärung besitzt trotzdem ein Vertrauensproblem. Ein zusätzlicher Finger gehört inzwischen zu den bekanntesten Merkmalen fehlerhafter KI-Bilder. Wenn ausgerechnet ein Konzern mit öffentlich verkündetem KI-Verbot einen solchen Fehler produziert, genügt der Satz „Wir haben nachgesehen“ kaum als lückenloses Echtheitssiegel.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🤖 Außerhalb des Studios wird es plötzlich undeutlich

Games Workshop versichert weiterhin, bei der Produktgestaltung und der Erschaffung seiner eigenen Welten keine KI einzusetzen. Damit sollen die künstlerische Integrität und die rechtliche Kontrolle über die Warhammer-Marken geschützt werden.

Direkt danach wird der Geschäftsbericht erheblich vorsichtiger. KI- und Machine-Learning-Funktionen seien inzwischen automatisch in zahlreiche Programme externer Anbieter eingebaut. Deshalb werde es schwierig, eine KI-Nutzung außerhalb des Warhammer-Studios grundsätzlich auszuschließen. Der Konzern wolle diese Entwicklung beobachten und möglicherweise damit leben müssen.

Genau diese Einschränkung macht den Freispruch so wackelig. Produktmarketing und Bildbearbeitung liegen nicht zwingend innerhalb des eng definierten Designprozesses. Ein Programm kann zudem generative Funktionen einsetzen, ohne dass ein Mitarbeiter bewusst einen vollständigen KI-Arbeitsablauf startet.

Games Workshop hat Games Workshop also untersucht und Games Workshop für unschuldig erklärt. Die Akten bleiben unter Verschluss, die Prüfmethoden ebenfalls und irgendwo im Imperium hält ein Space Marine seinen Bolter weiterhin mit bemerkenswert viel Fingerfertigkeit.

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