Sechs Jahre verschollen, 2,5 Millionen Mal verkauft: Pragmata macht die Mondlandung perfekt

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Aus dem Entwicklungsnebel direkt in die Millionen

📰 Was ist los?
Pragmata hat sich weltweit 2,51 Millionen Mal verkauft. Eine Million Exemplare waren bereits nach zwei Tagen erreicht, zwei Millionen nach 16 Tagen.

🐛 Was denken wir?
Das gleichzeitige Hacking und Schießen gab Pragmata genau den eigenen Charakter, den eine neue Marke braucht. Nach sechs Jahren Warterei ist die gelungene Mondlandung umso schöner. Hugh und Diana haben sich eine zweite Mission verdient.

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🌕 Sechs Jahre verschollen, 2,5 Millionen Mal verkauft: Pragmata macht die Mondlandung perfekt

Als Pragmata im Jahr 2020 angekündigt wurde, sollte die Reise zum Mond bereits 2022 beginnen. Sechs Jahre, mehrere Verschiebungen und eine längere Funkstille später ist Hugh Williams tatsächlich gelandet. Mit ihm kamen mehr als 2,5 Millionen Käufer. Das Science-Fiction-Abenteuer von Capcom hat sich bis Ende Juni weltweit exakt 2,51 Millionen Mal verkauft. Die erste Million war bereits zwei Tage nach der Veröffentlichung erreicht, nach 16 Tagen stand der Zähler bei zwei Millionen.

Ein Raumfahrer und eine junge Androidin stehen auf einer beschädigten Mondplattform und blicken zu einem Ring aus zahllosen warmen Lichtpunkten über der Station.

Damit hat sich Pragmata auch nach der ersten Startwelle weiterverkauft. Für eine neue Marke ohne vertraute Monster, Zombies oder Straßenkämpfer ist das eine bemerkenswerte Ankunft. Auf dem Mond scheint sogar noch Platz zwischen all den jahrzehntealten Capcom-Serien gewesen zu sein.

🚀 Erst 2022, dann irgendwann, schließlich ein Millionenerfolg

Die Entwicklungsgeschichte von Pragmata begann mit einem rätselhaften Trailer im Juni 2020. Ein Raumfahrer, ein künstliches Mädchen und eine zerbrechende Wirklichkeit deuteten eine große Science-Fiction-Geschichte an. Viel konkreter wurde es zunächst nicht. Der geplante Veröffentlichungstermin 2022 wanderte erst ins Jahr 2023 und anschließend aus dem Kalender. Über längere Zeit blieb offen, wann das Projekt überhaupt erscheinen würde. Erst 2025 meldete sich Pragmata mit neuem Material, spielbaren Szenen und einem Termin für 2026 zurück.

Am 17. April erschien das Spiel schließlich für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC. In Japan und weiteren Teilen Asiens folgte die Switch-2-Fassung eine Woche später. Was jahrelang wie eines jener Projekte wirkte, die still hinter einer verschlossenen Studiotür verdampfen, verwandelte sich innerhalb von zwei Tagen in einen Millionenseller. Manchmal braucht eine Mondrakete eben vier zusätzliche Jahre, bevor jemand den richtigen Startknopf findet.

🌒 Die lange Reise endet auf dem Mond

Der Launch-Trailer zeigt Hugh und Diana im Kampf gegen die Maschinen der Mondstation – samt Schusswechseln, Hacking und reichlich künstlicher Intelligenz mit schlechten Absichten.

🤖 Zwei Figuren teilen sich einen Kampf

Der Erfolg dürfte eng mit der ungewöhnlichen Spielmechanik verbunden sein. Spieler steuern den Raumfahrer Hugh und die Androidin Diana gleichzeitig durch eine verlassene Mondstation, die von einer feindlichen künstlichen Intelligenz kontrolliert wird.

Hugh übernimmt Bewegung und Schusswechsel. Diana hackt währenddessen die Panzerung gegnerischer Maschinen. Dafür wird ein kleines Rätsel in Echtzeit gelöst, während Hugh weiterhin Angriffen ausweichen muss. Erst nach einem erfolgreichen Hack liegen die verwundbaren Stellen der Roboter frei. Dieses Zusammenspiel verleiht Pragmata eine eigene Identität. Das Spiel verlangt gleichzeitig räumliche Übersicht, schnelle Reaktionen und genügend Konzentration für Dianas digitale Eingriffe. Wer bei gewöhnlichen Schusswechseln bereits gelegentlich die falsche Taste erwischt, darf auf dem Mond zusätzlich ein Sicherheitssystem knacken.

Auch die Beziehung zwischen Hugh und Diana trägt das Abenteuer. Aus der unfreiwilligen Zweckgemeinschaft entsteht eine enge Bindung, während beide nach einem Weg zurück zur Erde suchen. Zwischen kaputten Maschinen und tödlichen Sicherheitssystemen besitzt die Mondstation damit etwas, das vielen Science-Fiction-Anlagen fehlt: zwei Bewohner, deren Überleben tatsächlich interessiert.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🛰️ Capcom prüft bereits die nächste Mission

Nach den ersten zwei Millionen Verkäufen erklärte Capcom, die Möglichkeiten für eine Fortführung als Serie untersuchen zu wollen. Eine konkrete Fortsetzung wurde bislang nicht angekündigt. Die inzwischen erreichten 2,51 Millionen Exemplare liefern allerdings ein überzeugendes Argument. Pragmata hat bewiesen, dass eine vollständig neue Marke neben Resident Evil, Monster Hunter und Street Fighter bestehen kann. Zugleich besitzt das Doppelspiel aus Action und Hacking genügend Eigenständigkeit, um weitere Abenteuer zu tragen.

Ob Hugh und Diana noch einmal aufbrechen, bleibt vorerst offen. Nach sechs Jahren Entwicklungsreise dürfte Capcom jedoch gelernt haben, dass eine neue Mondmission möglichst vor der nächsten bemannten Marslandung angekündigt werden sollte.

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