Neue Bärenhund-Art entdeckt: Warum die Raubtiere wirklich verschwanden

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🐻 Neue Bärenhund-Art entdeckt: Warum die Raubtiere wirklich verschwanden

Forscher haben in Spanien den Schädel einer bisher unbekannten Bärenhund-Art untersucht. Paludocyon moyasolai lebte vor rund 15,9 Millionen Jahren, wog vermutlich zwischen 50 und 70 Kilogramm und besaß ein Gebiss, mit dem sich kleinere Hirsche und Schweine recht zügig in persönliche Erinnerungen verwandeln ließen.

Die Wissenschaft schwadroniert von einer ausgestorbenen Raubtierart. Der Moosverhetzer weiß es natürlich besser, denn wir kennen die Handelsbücher.

Der Bärenhund ist nämlich keineswegs ausgestorben. Unsere Vorfahren haben vielmehr den kompletten Bestand in die Zwischenreiche verkauft, nachdem sich herausgestellt hatte, dass diese Zottelviecher als Haustiere wesentlich mehr einbrachten als hätte man sie als unberechenbare Nachbarn in unseren schönen Sümpfen geduldet.

Der gefundene Schädel stammt vermutlich von einem Musterexemplar, das beim Verladen übersehen wurde.

In den Zwischenreichen gilt das entsprechend nicht als Fossilienfund.

Dort heißt es: liegen gebliebener Restposten aus dem großen Haustierexport.

Fantasy-Szene eines historischen Tiermarkts, auf dem Menschen Bärenhunde und weitere absurde Kreaturen wie Rückwärtselche, Flötenkröten und Schemelgreife an begeisterte Händler aus den Zwischenreichen verkaufen.
Ausgestorben? Von wegen. Hier wird ein Bärenhund gerade gegen Gold, Gewürze und einen muränischen Samthocker eingetauscht.

🦴 Die große Bärenhund-Verhökerung

Der Handel begann mit einer denkbar schlichten Werbekampagne:

„So treu wie ein Hund. So kräftig wie ein Bär. Frisst nicht mehr als Felskatze.“

Die Zwischenreiche waren begeistert.

Muränische Adlige bestellten Bärenhunde für ihre Landsitze, Goblinhändler führten sie als Wachtiere, und wohlhabende Familien ließen sie in Samtkörben neben dem Kamin schlafen. Besonders beliebt war die Rasse bei Eltern, die ihren Kindern Verantwortung beibringen und zugleich die Zahl spontaner Besuche drastisch senken wollten.

Der Export lief derart gut, dass binnen weniger Generationen kein einziges Tier mehr in unseren Regionen übrig war. Die Händler erklärten das Verschwinden später zum „natürlichen Aussterbeereignis“, weil sich dieser Ausdruck besser anhörte als:

„Wir haben sie alle gegen Gold, Gewürze und drei Kisten verfluchte Wandteppiche eingetauscht.“

🐕 Der beliebteste Sofaräuber Muräniens

In den Zwischenreichen gilt der Bärenhund heute als ausgesprochener Familienliebling. Er ist anhänglich, wachsam und beseitigt heruntergefallene Speisen samt Teller und unverschämter Goblin-Hausdiener.

Seine Haltung gilt als unkompliziert, sofern der Besitzer folgende Grundregeln beachtet:

Ein Bärenhund braucht täglich viel Bewegung, ein stabiles Sofa und einen Briefträger mit hervorragender Kondition. Kinder sollten früh lernen, zwischen freundlichem Knurren, hungrigem Knurren und „Der Postwagen steht schon wieder vor dem Haus“-Knurren zu unterscheiden.

Die beliebteste Zuchtlinie heißt Knattermoor Rückenbrecher. Sie erreicht das Gewicht eines erwachsenen Orks, hält sich selbst aber weiterhin für einen zierlichen Schoßhund.

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📦 Weitere Tierarten, die wir vollständig exportiert haben

Der Bärenhund war nur der Anfang. Die Menschenwelt betrieb über Jahrtausende einen florierenden Handel mit Kreaturen, deren Fehlen heute fälschlich als zoologisches Rätsel gilt.

Der Rückwärtselch

Ein drei Meter hoher Elch, dessen Knie ausschließlich in die falsche Richtung zeigten. Er konnte nur rückwärts laufen, erreichte dabei aber erstaunliche Geschwindigkeiten.

In den Zwischenreichen wird er gern vor Kutschen gespannt. Der Kutscher sitzt dabei vorn, das Tier schaut ihn dauerhaft an und vermittelt während der gesamten Fahrt den Eindruck, mit der Streckenwahl unzufrieden zu sein.

Unsere Vorfahren verkauften alle Exemplare an die Magierenklave Kleinlandia, nachdem der Rückwärtselch mehrere mittelalterliche Heerzüge versehentlich wieder nach Hause gebracht hatte.

Die Flötenkröte

Die Flötenkröte besaß sieben Nasenlöcher und erzeugte beim Atmen vollständige Melodien. Je nach Stimmung spielte sie Hochzeitsmusik, Trauermärsche oder ein schrilles Pfeifen, das Milch zum Gerinnen brachte.

Heute steht sie in fast jedem besseren Haushalt der Zwischenreiche auf dem Kaminsims. Dort ersetzt sie Türklingel, Hausorchester und Alarmanlage.

Die Menschenwelt gab die Art vollständig ab, weil eine Kolonie von Flötenkröten während einer Königskrönung sechs Stunden lang dasselbe Trinklied erschrillen ließ.

Der Gemeine Schemelgreif

Der Schemelgreif war eine handliche Mischung aus Greifvogel, Löwe und schlecht gelauntem Fußhocker. Er versteckte sich unter Möbeln und biss jeden, der die Beine zu bequem ausstreckte.

In den Zwischenreichen ist er als Haustier für strenge Großeltern äußerst beliebt. Auch Behörden setzen ihn gern in Wartezonen ein, weil Antragsteller dadurch deutlich aufrechter sitzen und Formulare schneller ausfüllen.

Bei uns verschwand er nach einem Großauftrag des muränischen Finanzamts.

Das Marmeladen-yak

Dieses zottelige Tier sonderte bei Aufregung eine süßliche, klebrige Masse ab, die geschmacklich irgendwo zwischen Aprikose, Waldbeere und leichtem Stall lag.

Menschen fanden das zunächst praktisch. Dann geriet eine Herde auf einem Marktplatz in Panik und überzog drei Straßenzüge mit Frühstücksaufstrich.

Die Zwischenreiche kauften sofort den gesamten Bestand. Dort gelten Marmeladenyaks heute als luxuriöse Küchenhaustiere. Die Sorte hängt von Futter, Wetter und emotionaler Lage ab. Ein beleidigtes Yak produziert überwiegend bittere Orange.

Der Westfälische Schrankwal

Der Schrankwal war ein kleiner Landsäuger mit Flossen, Walgesang und der Angewohnheit, sich in Kleiderschränken einzunisten. Nachts brummte er tiefe Paarungsrufe, tagsüber fraß er einzelne Socken und Hemdknöpfe.

In den Zwischenreichen wird er wegen seines beruhigenden Gesangs als Schlafzimmertier gehalten. Reiche Häuser beschäftigen eigene Schrankwalpfleger, die regelmäßig Motten, Unterwäsche und Seetang nachfüllen.

In Deutschland wurde die Art komplett verkauft, nachdem Versicherungen sich weigerten, weitere durchfeuchtete Schlafzimmerschränke zu ersetzen.

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🐾 Der nächste Fund kommt bestimmt

Paludocyon moyasolai erweitert offiziell das Wissen über die Bärenhunde. Tatsächlich erinnert der Fund nur an einen der erfolgreichsten Haustierexporte der Erdgeschichte.

Während Forscher den Schädel vermessen, liegt sein entfernter Verwandter vermutlich gerade in Muränien, Knattermoor oder Groß-Brennstädt quer auf einem Sofa, schnarcht in eine Samtdecke und wartet darauf, dass jemand die Tür öffnet.

Der Moosverhetzer empfiehlt deshalb, bei jedem angeblich ausgestorbenen Tier künftig zunächst die alten Zollakten zu prüfen.

Vielleicht wurde es nicht vom Klima vernichtet, sondern einfach sehr erfolgreich exportiert.

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