Wizardry feiert 45 Jahre vorzügliche Kellerpanik

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Ein Jubiläum mit Falltür

📰 Was ist los?
Zum 45. Jubiläum von Wizardry hat Drecom die offizielle Jubiläumsseite erweitert, eine Fan-Umfrage gestartet und ein neues Main Visual von Jun Suemi veröffentlicht. Fans können bis zum 31. August 2026 Erinnerungen und Botschaften zur Reihe einreichen.

🐛 Was denken wir?
Das ist keine laute Trailer-News, sondern RPG-Geschichte mit Staub auf den Stiefeln. Wizardry erinnert daran, dass Fantasy-Rollenspiele einmal nicht mit epischem Kameraschwenk begannen, sondern mit einem Gang, einer Fackel und der realistischen Chance, dass die Party nach fünf Minuten aussah wie falsch sortierter Proviant. 45 Jahre Kellerpanik – das muss man erst einmal überleben.

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🕯️ Wizardry feiert 45 Jahre vorzügliche Kellerpanik

Wizardry wird 45 Jahre alt – und das fühlt sich weniger nach Geburtstagskuchen an als nach einer Fackel, die in einem dunklen Gang bedenklich flackert. Drecom hat die Jubiläumsseite erweitert, eine Fan-Umfrage gestartet und ein neues Main Visual von Jun Suemi veröffentlicht. Die Umfrage läuft bis zum 31. August 2026 und sammelt Erinnerungen, Botschaften und vermutlich auch ein paar sehr alte Geschichten über Gruppen, die an der ersten Tür scheiterten.

Eine klassische Abenteurergruppe steht mit Fackeln in einem düsteren Dungeon, während alte Pergamentkarten, Monsterstatuen und ein Jubiläumslicht die Szene wie RPG-Geschichte wirken lassen.

Denn bevor Rollenspiele offene Welten, romantische Nebenquests, Fotomodus und Pferde mit realistischer Mähne hatten, gab es Wizardry: dunkle Gänge, knappe Vorräte, harte Kämpfe und Partys, deren Lebensdauer manchmal eher an verderbliche Milch erinnerte.

🧙‍♂️ Der alte Keller, aus dem vieles kroch

Wizardry gehört zu den großen Urgesteinen des Computer-Rollenspiels. Die Reihe prägte Dungeon-Crawling, Party-Management, Klassen, Ausrüstung, tödliche Irrwege und jene Sorte Fortschritt, bei der ein einzelner Fehler nicht nur ärgerlich, sondern karrierebeendend war. Viele spätere RPGs tragen noch heute Spuren davon – selbst dann, wenn sie längst viel freundlicher aussehen.

Boney Jones präsentiert die besten Memes der Fantasygeschichte. Boney der Skelett-Pirat.

Dass zum Jubiläum ausgerechnet Jun Suemi eine neue Illustration beisteuert, passt wunderbar. Seine Kunst steht für jene alte Fantasy-Würde, bei der Monster nicht wie Gegner aus einem Tutorial wirken, sondern wie Kreaturen, die bereits drei Heldengruppen verdaut haben und nun höflich auf die vierte warten.

⚔️ Alte Härte und ein neuer Blick zurück

Gerade heute wirkt Wizardry fast exotisch. Moderne RPGs bemühen sich oft, Spieler sanft abzuholen, Quests klar zu markieren und jede Ecke mit Komfort zu polstern. Wizardry kam aus einer anderen Schule: Karte merken, Gruppe planen, Risiko akzeptieren, Verluste einstecken. Das war nicht immer freundlich. Aber es war prägend.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

Die Jubiläumsumfrage ist deshalb mehr als Nostalgiepflege. Sie fragt nach den Erinnerungen einer Spielerschaft, die erlebt hat, wie aus Text, Tabellen, Monstern und Fantasie ganze Dungeons entstanden. Man musste nicht alles sehen, um Angst zu haben. Man musste nur wissen, dass hinter der nächsten Tür etwas wartet, das die eigene Party vermutlich für einen Servicevorschlag hält.

Vielleicht ist genau das die alte Magie von Wizardry: Es zeigte früh, dass Rollenspiele nicht nur vom Sieg leben, sondern vom Weg durch Unsicherheit. Von schlechten Entscheidungen. Von knappen Ressourcen. Von Namen auf Charakterbögen, die man irgendwann nur noch ehrfürchtig und mit leichtem Trauma ausspricht.

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