Rogue Reigns: Dark-Fantasy-Deckbuilder erscheint im September für Nintendo Switch

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Drei Helden, viele Karten, schlechte Entscheidungen

📰 Was ist los?
Rogue Reigns erscheint im September 2026 für die Nintendo Switch und kann vorher bereits als Demo ausprobiert werden.

🐛 Was denken wir?
Ein Dark-Fantasy-Deckbuilder mit drei parallel kämpfenden Figuren klingt zumindest nach mehr als der nächsten Kartenstapel-Meditation mit Totenkopfmenü.

🃏 Rogue Reigns: Dark-Fantasy-Deckbuilder erscheint im September für Nintendo Switch

Deckbuilder haben inzwischen ein Problem, das früher nur Zauberer, Roguelikes und Leute mit zu vielen Würfeln hatten: Es gibt sehr viele davon. Wirklich sehr, sehr viele. Man kann kaum noch eine digitale Tavernenklappe öffnen, ohne dass einem ein Kartendeck, drei Synergie-Effekte und ein nervös blinkendes Relikt entgegenfallen.

Rogue Reigns will trotzdem positiv auffallen. Das Erstlingswerk des brasilianischen Studios Venn Studios erscheint im September 2026 unter anderem für die Nintendo Switch und setzt auf eine Mischung aus Dark Fantasy, Deckbuilding, Rogue-lite-Struktur und gruppenbasierten Kämpfen.

Der interessante Kniff: Hier geht es nicht nur darum, eine einzelne Figur mit Karten vollzustopfen, bis sie mathematisch duellfähig wird. In Rogue Reigns kämpfen drei Charaktere gemeinsam. Jeder Held bringt ein eigenes Deck mit, doch die eigentliche Spannung entsteht erst durch die Zusammensetzung der Gruppe. Der Build ist also nicht nur das Deck. Der Build ist die kleine dysfunktionale Heldentruppe, die man hoffentlich lange genug zusammenhält, bis der nächste finstere Korridor genervt zurückweicht.

Drei Fantasy-Helden stehen auf einem leuchtenden Kartenfeld in einer düsteren Ruinenhalle, umgeben von schwebenden magischen Karten und Schattenwesen.

⚔️ Warum das Konzept reizvoll klingt

Der wichtigste Punkt ist das Gruppensystem. Viele Deckbuilder leben davon, dass man einen einzelnen Charakter nach und nach in eine wandelnde Wahrscheinlichkeitskatastrophe verwandelt. Rogue Reigns verteilt diesen Ansatz auf drei Figuren, die miteinander funktionieren müssen.

Das kann spannend werden, weil dadurch andere Fragen entstehen: Wer bekommt nach einem Kampf die Belohnung? Welche Figur wird stärker gemacht? Wen lässt man bewusst etwas zurückfallen? Und wie lange dauert es, bis man merkt, dass man ausgerechnet den falschen Helden zum Kartenkaiser des Abends gekrönt hat?

Genau diese Entscheidungen könnten dem Spiel seinen eigenen Charakter geben. Nicht das eine perfekte Deck steht im Mittelpunkt, sondern eine Gruppe, deren Stärken und Schwächen sich gegenseitig auffangen oder ruinieren. Also im Grunde Fantasy-Abenteuer, nur mit weniger Lagerfeuerromantik und mehr Optimierungswahn.

🌑 Dark Fantasy mit handgezeichneten Figuren

Optisch setzt Rogue Reigns auf handgezeichnete Charaktere in prozedural generierten 3D-Umgebungen. Das klingt nach einem hübschen Kontrast: Figuren mit eigener Illustration, dazu wechselnde Räume, Kämpfe und Wege durch eine dunkle Fantasywelt.

Natürlich bleibt abzuwarten, wie viel Atmosphäre am Ende wirklich im Spiel steckt. „Dark Fantasy“ ist schließlich ein Begriff, der inzwischen gern auf alles geklebt wird, was nicht sofort nach Sonnenterrasse und Mandarinen-Limonade aussieht. Aber die Kombination aus düsterem Stil, Kartenmechanik und Gruppenaufbau hat doch Potenzial.

Und wenn das Spiel seine Belohnungsentscheidungen wirklich ernst nimmt, könnte daraus mehr werden als nur der nächste Roguelite-Lauf mit schöner Kartenrückseite.

Ironisch-düstere Lifestyle-Werbung für ein fiktives Patchouli-Duschgel namens „BATTLE-AXE“: In einer dunklen, nebligen Wald-Spa-Atmosphäre steht eine fotorealistische schwarze Pumpflasche im Zentrum. Links daneben posiert ein grimmiger Krähen-Charakter im Hoodie mit verschränkten Flügeln, rechts ein erschrockener kleiner Goblin. Goldene Werbeschrift und rustikale Wellness-Details wie Handtücher, Flaschen und Blätter verstärken den satirischen Premium-Look.

🎮 Demo vorab spielbar

Wer nicht bis September warten möchte, bekommt vorher Gelegenheit zum Anspielen. Eine Demo von Rogue Reigns soll sowohl auf der gamescom in Köln als auch im Rahmen des Steam Deckbuilders Fest vom 4. bis 11. Mai verfügbar sein.

Das ist ein kluger Schritt. Gerade Deckbuilder müssen sich nicht nur gut anhören, sondern vor allem gut klicken. Man merkt meist sehr schnell, ob ein Kampfsystem trägt oder ob man nach zehn Minuten bereits innerlich mit den Karten verhandelt, endlich etwas irgendwie Interessantes zu tun.

🎬 Announcement Trailer

Der Announcement Trailer zu Rogue Reigns zeigt den Dark-Fantasy-Deckbuilder mit Dreiergruppe, Kartenchaos und genau jener düsteren Stimmung, bei der man sofort ahnt: Hier wird nicht nur gemischt, hier wird bereut.

🪓 Unser Fazit: Karten auf den Tisch, aber bitte mit Gruppe

Rogue Reigns ist keine dieser Ankündigungen, bei denen sofort die Glocken der großen Fantasy-Kathedrale läuten. Aber das Konzept hat einen sauberen Haken: Drei Helden, drei Decks, gruppenbasierte Synergien und Entscheidungen darüber, wer nach jedem Kampf wachsen darf und wer traurig neben der Schatzkiste steht.

Wenn Venn Studios daraus wirklich ein taktisch kluges, atmosphärisches und nicht zu überladenes System baut, könnte Rogue Reigns ein netter Herbstkandidat für Switch und PC werden. Nicht jeder Deckbuilder muss das Genre neu erfinden. Manchmal reicht es schon, wenn er seine Karten nicht nur mischt, sondern ein paar gute Ideen darunter versteckt.

Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!
Mystisches Banner mit Elyra, der Sternengöttin: Ihr leuchtendes Gesicht vor einem funkelnden Sternenhimmel, goldener Schriftzug ‚Dein Blick in die Zukunft?‘ und ein glänzender goldener Button ‚Direkt zum Sternenorakel‘.

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