The Daily Meme #100 – Klassiker des Fantasykinos – Die Todeskeule schlägt wieder zu

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The Daily Meme. Boney Jones präsentiert die schrägsten Fantasy Memes. Untoter Pirat Cartoon steht für THE DAILY MEME Logo.

🏛️ The Daily Meme #100 – Klassiker des Fantasykinos – Die Todeskeule schlägt wieder zu

Fantasy-Filmplakat im verzierten Holzrahmen: Vor grellgelbem Hintergrund und roter Sonnenscheibe steht ein drahtiger, wild blickender Spitzohren-Kämpfer mit nacktem Oberkörper in Angriffsstellung. In der einen Hand schwingt er eine Knochenkeule an Kette, die andere Hand streckt er fordernd nach vorn. Oben steht „Raguk Sturmfaust“, unten der Titel „Die Todeskeule schlägt wieder zu“, darunter die Plakette „Klassiker des Fantasykinos“.
Boney Jones an seinem Schreibtisch. Hier schreibt er sein Meme Logbuch.

Boneys Kino-Logbuch-Eintrag

Position: Hinterhof-Dojo von Knochenthal, dort, wo Holzstege knarren, Zähne locker sitzen und jeder zweite Goblin aussieht, als wäre ein Friedensangebot für ihn eine persönliche Beleidigung.

Wetter: Heiß, staubig, kampfbereit. Die Sorte Luft, in der jedes Räuspern wie eine Herausforderung klingt.


Filmhistorischer Lagebericht:

Es gibt Filme, die wollen in erster Linie komplizierten Weltbau betreiben.

Und dann gibt es Die Todeskeule schlägt wieder zu.

Hier steht einfach Raguk Sturmfaust vor einem gelben Höllenhintergrund, blickt wie ein Mann mit sehr kurzer Zündschnur und macht unmissverständlich klar, dass heute Dutzende von Rippen deutlich an Halt verlieren werden.

Die Waffe ist dabei das eigentliche Meisterstück:
zwei Knochenkeulen an einer Kette.
Also exakt jene Erfindung, bei der jeder vernünftige Wirt sofort sagt: Nein. Ganz sicher nicht in meinem Lokal.

Die Handlung ist im Grunde schnell erzählt:
Ein paar miese Schergen terrorisieren die Falschen.
Ein großmäuliger Ork-Knochenfürst hält sich für unbesiegbar.
Und irgendwo tritt dann Raguk aus dem Schatten und macht aus Überheblichkeit einen gewaltigen Haufen Kleinholz.

Keine Prophezeiung.
Kein Ahnenschwert.
Keine zwanzig Minuten Gerede über das Gleichgewicht der Welt.

Nur Schweiß, Zorn, Sprungtritte und der aufrichtige Wunsch, einem Tyrannen die Gesichtszüge in hängende Hautlappen zu verwandeln.

Bekannteste Filme von Raguk Sturmfaust:

Der Zorn der Gob-Fäuste
Raguk gegen einen ganzen Tempel voll Angeber mit Gürtel und Geltungsdrang.

Enter the Goblin
Der Film, mit dem Gob-Fu endgültig zur Legende wurde und zahllose junge Hinterhofprügler auf den Weg uns Verderben schickte.

Die Kralle des Knochenmeisters
Etwas düsterer, etwas härter, mit besonders vielen Männern, die ihre Arroganz am Ende schmerzhaft bereuen.

Gob-Fu in der Todesgasse
Schmutzig, schnell, kultig. Einer jener Filme, bei denen schon der Pflasterboden aggressiv wirkt.

Nachtrag aus dem Archiv:

Raguk Sturmfaust starb tragisch viel zu früh, als eine angeblich ungefüllte Ork-Mettwurst in seiner Hand explodierte.
Bis heute streiten Film-Gelehrte, Ork-Metzger und Verschwörungsidioten darüber, ob es ein Unfall, ein Anschlag oder die letzte Rache der Knochenfürsten war.


Boneys Geschmacksurteil

Das ist kein feines Hochglanz-Fantasykino.
Das ist Prügelpoesie.

Die Todeskeule schlägt wieder zu lebt von Tempo, Wucht und dem herrlichen Gefühl, dass der Held jederzeit entweder eine Mauer durchbricht oder einen Halunken um einen Markstand aus Beton faltet.

Vor allem aber ist dieses Plakat pures Gold.
Gelb wie Warnfarbe.
Rot wie Ärger.
Und mittendrin ein Mann, der aussieht, als habe er noch genau drei Geduldsfäden übrig und zwei davon gerade selbst gekappt.

Abschließende Notiz an euch weinerliche Elben-Arthouse-Anbeter

Wenn euch demnächst wieder irgendein Ritter mit Familienwappen erzählt, wahre Größe brauche Abstammung, Rüstung und Würde, zeigt ihm einfach Raguk Sturmfaust mit Knochenkeule.

Dann versteht er vielleicht, dass es manchmal völlig reicht, schnell, wütend und präzise zu sein.

Morgen wiederkommen.
Dann würdigen wir vielleicht den nächsten Klassiker des Fantasykinos:
„Der Drache aus dem Schnapsviertel“ – ein Film, bei dem sogar leere Fässer vorsichtshalber die Flucht ergriffen.

Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!
Untoter Briefträger reicht dem Betrachter einen versiegelten Brief entgegen, umgeben von Nebel und Fackeln – Fantasy-Werbebanner für die Rubrik „Briefe aus dem Zwischenreich“ auf fantasykosmos.de.

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