Wyrmhunt: JRPG-Kartenspiel in der Zeitschleife

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Wyrmhunt: Der Wurm aus der Retro-Konsole

📰 Was ist los?
Wyrmhunt ist ein kooperatives Kartenspiel für 1–4 Spieler auf Gamefound. Jeder übernimmt einen Helden der Wyrmhunt-Gilde, die eine von Wyrm verfluchte Welt in Roguelite-Abenteuern bereist. Pixeloptik im Stil klassischer JRPGs, rundenbasierte Kämpfe und Szenarien von etwa 60 Minuten bilden das Grundgerüst. Die Kampagne ist in der Pre-Launch-Phase, mit Corebox, zusätzlichen Abenteuerboxen und geplanter Veröffentlichung in Deutsch und Englisch.

🐛 Was denken wir?
Wyrmhunt wirkt wie ein Liebesbrief an die SNES-Jahre: weniger Nostalgie-Filter, mehr ernst gemeinter Versuch, das JRPG-Gefühl an den Tisch zu holen. Ob das Kartensystem am Ende wirklich trägt, steht noch aus, aber Setting, Optik und Studio passen so gut zusammen, dass man das Projekt nicht einfach als Retro-Spielerei abtun kann.

🐉 Wyrmhunt: JRPG-Kartenspiel in der Zeitschleife

Ein schlafender Gott, eine Welt im Dauerloop und vier Helden, die an einer verfluchten Zeitschleife herumdoktern: Wyrmhunt ist das neue Projekt von Woodpecker Games auf Gamefound, ein kooperatives Pixel-Kartenspiel mit deutlichem JRPG-Einschlag, das mehr sein will als nur Retro-Deko.


🔍 Worum geht es in Wyrmhunt?

Die Welt von Wyrmhunt hängt fest, weil die gottähnliche Kreatur Wyrm zwar besiegt, aber nie wirklich getötet wurde. Statt zu vergehen, schläft sie und hält die Realität in einem Zirkel aus wiederkehrenden Ereignissen gefangen. Die Wyrmhunt-Gilde existiert genau aus diesem Grund: Sie schickt ihre Mitglieder immer wieder in diese schleifende Welt hinaus, um Dorf, Fähigkeiten und Wissen so weit auszubauen, dass der Kreislauf irgendwann bricht.

Die Spieler übernehmen jeweils einen der vier Gildenhelden, ziehen von Szenario zu Szenario, erkunden Orte, treffen Entscheidungen und arbeiten auf zentrale Bosskonfrontationen hin. Jedes Abenteuer ist als eigenständige Episode angelegt, die etwa eine Stunde Spielzeit haben soll. Das sollte genug Raum für Entwicklung geben, aber kurz genug sein, um den „noch eine Runde“-Reflex zu bedienen.

Die Bildsprache ist dabei kein Zufall: Wyrmhunt setzt auf 16-Bit-Pixeloptik, die bewusst an frühe Final-Fantasy-Teile und andere JRPGs der 90er erinnert. Die Weltkarte, die Gegner und die Heldenporträts könnten optisch auch auf einem alten Nintendo zu Hause sein, landen hier aber komplett auf Karten und Szenariomaterial.


🎴 Wie spielt sich das Kartenspiel?

Laut Gamefound-Beschreibung positioniert sich Wyrmhunt als kooperatives Kartenspiel für 1–4 Spieler, bei dem jeder einen Helden der Gilde steuert. Die Runden sind klar strukturiert: Man bewegt sich durch Szenarien, trifft Entscheidungen auf einer abstrahierten Weltkarte und landet immer wieder in taktischen, rundenbasierten Kämpfen, in denen man gemeinsam gegen Monster und Bossgegner antritt.

Der erklärtes Vorbild sind JRPG-Kämpfe der 90er: Die Spieler müssen ihre Aktionen aufeinander abstimmen, Rollen sinnvoll einsetzen und Synergien nutzen, statt stumpf Karten abzuwerfen. Die Szenarien sind als roguelike-artige Einzelabenteuer konzipiert, die rund 60 Minuten dauern sollen. Im Idealfall entwickelt sich das Dorf der Gilde über mehrere Runs weiter, sodass sich eine längerfristige Progression ergibt, ohne dass man eine komplette Kampagnenbibel mitschleppen muss.

Der JRPG-Eindruck wird von Woodpecker selbst weiter verstärkt: In Social-Posts ist Wyrmhunt als „Love Letter to classic RPGs“ beschrieben, der taktische Kämpfe, knifflige Entscheidungen und pixelige Fantasy in ein modernes Kartenspielformat überführt.


📦 Was wir über die Kampagne wissen

Aktuell befindet sich Wyrmhunt in der Pre-Launch-Phase auf Gamefound. Das bedeutet: Die Projektseite ist live, man kann dem Spiel folgen und Updates abonnieren, aber es gibt noch keinen konkreten Starttermin und keine Pledge-Stufen. Preis, genaue Inhalte pro Box und eventuelle Add-ons stehen also noch nicht fest.

Strukturell sind bereits zwei Ebenen kommuniziert: Eine Corebox, in der das gesamte organisatorische Material und die Grundregeln liegen sollen, und mehrere Abenteuerboxen, die die eigentlichen Szenarien und Kartensets liefern. Für Spieler ist das wichtig, weil die Abenteuerboxen letztlich definieren, wie viel Varianz und wie viele Runs am Ende möglich sind.

Sprachlich ist Wyrmhunt für uns relevant: Geplant sind Ausgaben auf Deutsch und Englisch, was den Einstieg hierzulande deutlich erleichtert. Die Pre-Launch-Seite kratzt bereits nach wenigen Tagen an der Marke von 500 Followern, für ein kleines deutsches Studio ein ordentlicher Fingerzeig, dass der Mix aus Karten, Pixeloptik und JRPG-Anmutung verfängt.

Woodpecker Games selbst ist kein unbeschriebenes Blatt. Das Studio steckt unter anderem hinter dem Sci-Fi-Abenteuerspiel Space Kraken und dem Cyberpunk-Brettspiel Nanolith, beide mit starker narrativer Ausrichtung und klarer Autorenhandschrift. Wyrmhunt fügt sich da ziemlich nahtlos ein: weniger opulente Kampagnenbuch-Orgie, mehr kompakte Szenarien mit klarem Schwerpunkt auf Stimmung und Entscheidungen.

In einem frühen Pre-Update betont Woodpecker außerdem, dass Wyrmhunt ohne generierte Bilder und Texte auskommt – sprich: klassische Handarbeit statt KI-Werkstatt, was man gerade im Brettspiel-Crowdfunding nicht mehr als selbstverständlich voraussetzen kann.


🏁 Fantasykosmos-Fazit: JRPG-Gefühl mit frischem Kartenduft

Wyrmhunt ist im Kern eine einfache Gleichung: JRPG-Flair plus kooperative Kartentaktik plus Zeitschleifen-Setting. Die Frage ist nicht, ob das Konzept hübsch klingt – das tut es –, sondern ob das System im Alltag standhält.

Das Projekt wirkt im Moment so, als hätte es eine reale Chance, die alte „Final-Fantasy-am-Tisch“-Fantasie zu bedienen, ohne sich in Regelwüsten zu verlieren. Das Setting mit dem schlafenden Wyrm ist klar genug, die Episodenstruktur macht das Spiel planbar, die Optik trifft ziemlich exakt die nostalgische Stelle im Hirn, an der man früher seine Speicherstände sortiert hat.

Bis die Gamefound-Kampagne mit Preisen, Inhalten und Stretch-Plänen live ist, bleibt Wyrmhunt natürlich ein Versprechen. Aber es ist eines, das wir im Fantasykosmos im Blick behalten: Wenn Woodpecker die bekannten Stärken – klare Welten, starke Bilder, erzählerisches Gespür – auf das Kartendeck überträgt, könnte das hier eines der interessantesten Fantasy-Crowdfundings des Jahres werden. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich das entwickelt.

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