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🏛️ The Daily Meme #050: Galerie der entgleisten Meisterwerke – Mona Lich’a


Position: Galerie der entgleisten Meisterwerke, Saal „Renaissance & Restverwesung“.
Wetter: Leichter Zug aus der Gruft, konstante 12 Grad Sarkophagklima, feiner Hauch von Myrrhe und Moder.
Lagebericht: Kunst, sagen sie, sei unsterblich.
Im Zwischenreich hat man das wörtlich genommen und die Bilder gleich mit ihren Motiven mitmumifiziert.
Vor dir hängt „Mona Lich’a“.
Auf den ersten Blick: vertraute Pose, leichtes Lächeln, dezentes Understatement.
Auf den zweiten Blick: Runenkreise im Gesicht, Augen wie frisch polierte Seelensteine, Hintergrund voller Geistererscheinungen und ruinierter Türme.
Ein Klassiker der Frühnekromantik: Untot seit 1503, aber keinen Tag gealtert.
Heutiger Fund: Das berühmteste Lächeln der Weltgeschichte, nur eben mit der ehrlichen Antwort auf die Frage:
„Was passiert, wenn man für immer hübsch bleiben will und zu faul ist für Skincare?“
Mona Lich’a lächelt, als wüsste sie mehr über deine verbleibende Lebensspanne als dein Internist.
Und ja, sie verfolgt dich mit dem Blick.
Das ist kein Maltrick. Das ist arkanes Benutzertracking.
Boneys Urteil: In den oberen Reichen diskutiert man über Perspektive, Lichtführung und Symbolik.
Im Zwischenreich fragt man sich hingegen, ob der Schutzkreis vor dem Rahmen noch hält.
Aber eins muss man ihr lassen:
Kaum ein Bild vereint „kulturelles Erbe“ und „phylakterienbasierte Personalentwicklung“ so elegant wie dieses.
Abschließende Notiz an euch geistige Leichtmatrosen: Merkt euch den Namen.
Nicht weil sie berühmt ist, sondern weil auf der Rückseite des Rahmens eine Liste steht.
Und ihr wollt nicht wissen, wer da draufsteht.
Morgen wiederkommen. Dann hängen wir das nächste Meisterwerk falsch herum und nennen es Konzeptkunst.



