Blades of Fire 2.0: Zweite Chance für den Stahlhammer?

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Blades Of Fire: Stahl, Steam und mehr Verstümmelung

📰 Was ist los?
Blades of Fire, ein düsteres Fantasy-Actionspiel von MercurySteam und 505 Games, kam 2025 auf Epic, PS5 und Xbox mit gemischten Kritiken und schwachen Verkäufen. Nun folgt am 14. Mai 2026 eine 2.0-Version auf Steam mit New Game Plus, härterem „Titanium“-Schwierigkeitsgrad, Boss-Revival-Modus, verfeinerten Animationen, Waffen-Transmutation und „erweiterten Todes- und Verstümmelungsvarianten“. Eine Demo ist auf Steam bereits spielbar.

🐛 Was denken wir?
MercurySteam versucht hier keinen kosmetischen Port, sondern eine halb offene Operation am Spielkern. Gleichzeitig liest sich die Featureliste wie eine To-do-Liste aus dem Feedback-Forum: mehr Endgame, mehr Härte, mehr Splatter. Klingt nach ehrlichem zweiten Versuch – aber auch nach dem Eingeständnis, dass Version 1.0 ein ziemlich teures Early Access in Verkleidung war.

🗡️ Blades of Fire 2.0: Zweite Chance für den Stahlhammer?

Blades of Fire erschien 2025 so leise, dass man das Klingenklirren kaum vernehmen konnte. Epic-Exklusivität, wenig Marketing, gemischte Tests. Jetzt versucht MercurySteam es noch einmal: mit einer 2.0-Version, mehr Blut, mehr Systeme und einem Steam-Release als Rettungsanker.


🔧 Vom Epic-Randnotiz zum Steam-Projekt 2.0

Blades of Fire erschien am 22. Mai 2025 für PS5, Xbox Series und PC, dort zunächst nur im Epic Games Store. Entwickelt wurde es von MercurySteam (Metroid Dread, Castlevania: Lords of Shadow), veröffentlicht von 505 Games. Inhaltlich: düsteres Fantasy-Actionspiel, in dem Stahl nicht nur Schaden, sondern Schicksal ist. Du spielst Aran de Lira, den letzten Krieger, der noch „echtes“ Metall schmieden kann, während Königin Nerea die Waffen ihrer Gegner zu Stein verflucht.

Trotz hübscher Kulissen, einem interessanten Schmiedesystem und spürbar gewichtigen Kämpfen blieb der große Durchbruch aus. Die Kritiken waren durchwachsen, der Stil lehnte sich stark an God of War an, die Verkäufe enttäuschten den Mutterkonzern Digital Bros, Akte „unter Wert verkauft“ geschlossen.

Jetzt folgt der Neustart: Blades of Fire 2.0 erscheint am 14. Mai 2026 auf Steam, inklusive umfangreicher Überarbeitung. Eine kostenlose Demo steht bereits bereit, damit das Spiel überhaupt einmal in mehr als nur einer Handvoll Wunschlisten auftaucht.


⚙️ Stahl ist Schicksal – und jetzt auch Servicearbeit

Das Herzstück bleibt das Schmiedesystem:
Du findest keine legendären Drops, du baust sie. Sieben Waffenfamilien, Materialien, Balancing, Moveset, jede Klinge ist hier ein bewusst geformtes Werkzeug und verschleißt im Kampf. Wer einfach nur draufhält, steht irgendwann mit stumpfem Schrott vor einem sehr wachen Boss.

Version 2.0 dreht genau an den Schrauben, über die viele Tester und Spieler gestolpert sind:

  • New Game Plus mit neuen Waffenteilen und Skins, damit die Meisterschmiede nach dem Abspann nicht nur in den Optionen sitzen.
  • „Titanium“-Schwierigkeitsgrad für alle, denen „schwer“ bisher nur wie Aufwärmen vorkam.
  • Boss-Revival-Modus, in dem du große Kämpfe wiederholen und zusätzliche Belohnungen farmen kannst.
  • Material-Transmutation, mit der sich die Art des Waffengrunds (Stahl, Elemente etc.) nachträglich verändern lässt.

Dazu kommen glattere Animationsübergänge, ein überarbeitetes Treffer-Feedback und eine erweiterte Palette an Todes- und Verstümmelungsvarianten, also mehr visuelles Feedback für Leute, die gerne sehen, was ihr Stahl anrichtet.


🩸 Schönheit, Brutalität und die Sache mit der Identität

Schon beim ursprünglichen Release waren sich viele einig:
Blades of Fire sieht stark aus, hat ein durchdachtes Kampfsystem und kann in seinen besten Momenten dieses „jeder Schlag zählt“-Gefühl einfangen, das sonst nur wenige Spiele hinbekommen. Problem: Es fühlte sich in Präsentation und Dramaturgie oft wie „God of War via Marvel“ an – viel Kinodrama, viel gesetzter Kamerapomp, wenig eigene Tonlage.

Mit der 2.0-Kur versucht MercurySteam nun, den Fokus vom Blockbuster-Imitat hin zum „Spiel für Masochisten mit Geschmack“ zu verschieben:

  • Mehr Endgame-Strukturen statt reiner Story-Tour.
  • Mehr Systeme, die Meisterschaft belohnen statt bloßer Geduld.
  • Und ja, eine bewusst höhere Dosis Splatter – als würde das Studio sagen: „Wenn unsere Kämpfe schon wehtun, darf man es auch sehen.“

Ob das reicht, um Blades of Fire von „solides, untergegangenes Actionspiel“ zu „Geheimtipp für Leute mit Stahlfetisch“ zu befördern, hängt davon ab, ob die neue Version mehr macht als Zahlen hochzudrehen.

🎬 Offizieller Trailer

Der Steam- und Version-2.0-Ankündigungstrailer zu Blades of Fire – bereitgestellt vom offiziellen Blades of Fire-YouTube-Kanal:


🏁 Fantasykosmos-Fazit: Ein Spiel wie ein zweiter Hammerschlag

Für alle, die 2025 interessiert waren, dann aber bei „Epic-Exklusiv, gemischte Reviews, kommt später vielleicht noch mal“ ausgestiegen sind, ist Blades of Fire 2.0 genau das: die legitime zweite Chance.

Positiv:

  • Das Team legt sichtbar Arbeit in Systeme, Endgame und Technik.
  • Das Schmiedekonzept bleibt eigenständig und passt perfekt zu schwerer Fantasy.
  • Die Demo auf Steam erlaubt ein risikofreies Reinschnuppern, inklusive Save-Transfer.

Aber:

  • Ein Spiel, das beim ersten Mal kaum jemand wahrgenommen hat, muss bei der Rückkehr mehr liefern als ein paar neue Schadenswerte und ein härteres Label.
  • Die Nähe zu God of War im Look wird es auch 2026 nicht plötzlich los. Version 2.0 muss also über Mechanik und Atmosphäre punkten, nicht über Trailer-Pomp.

Wenn MercurySteam den Mut hat, Blades of Fire wirklich als eigenen Brocken stehen zu lassen, könnte der Titel im Jahresrückblick genau das sein, was die meisten Spieler verpasst hätten, wäre da nicht dieser kleine, unscheinbare Steam-Release im Mai gewesen.

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