Tabaluga stürzt zurück ins Kino – diesmal als Hybrid

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Tabaluga kehrt als Hybridfilm zurück

📰 Was ist los?
Die Berliner Produktionsfirma Flimmer entwickelt gemeinsam mit Peter Maffay einen neuen Tabaluga-Kinofilm, der Realfilm mit fotorealistischer Animation kombiniert. Drehstart ist für Winter 2026 bzw. Anfang 2027 geplant, ein Kinostart wird frühestens Ende 2027 erwartet. Das Drehbuch schreiben Viola M. Schmidt („Die Schule der magischen Tiere“) und Mathias R. Schmidt.

🐛 Was denken wir?
Tabaluga ist als Figur stark genug, um einen modernen Film zu tragen. Die Mischung aus Realfilm, CGI-Drache und „Erde statt Grünland“ klingt aber nach schmalem Grat zwischen liebevoller Neuinterpretation und Netflix-tauglichem Einheitsbrei.

🐉 Tabaluga stürzt zurück ins Kino – diesmal als Hybrid

Der kleine Drache kommt wieder groß raus: Tabaluga landet erneut auf der Leinwand, diesmal als Mischung aus Realfilm und fotorealistischer Animation. Die Frage ist weniger, ob das klappt, sondern ob man eine 80er/90er-Ikone so modernisieren kann, ohne sie in generisches Familienkino zu verwandeln.


🎵 Von Maffay bis Flimmer: Der Drache wird aktualisiert

Tabaluga ist nicht einfach irgendein Kinderdrache, sondern eine der größten deutschen Pop-Marken der letzten Jahrzehnte: entstanden in den 80ern aus der Zusammenarbeit von Peter Maffay, Rolf Zuckowski und Gregor Rottschalk, mit Konzeptalben, Hörspielen, TV-Serie, Musical und dem Animationsfilm von 2018 im Gepäck.

Jetzt folgt der nächste Schritt:

  • Produktion: Flimmer (Berlin) entwickelt den Film und stellt das Projekt aktuell beim European Film Market vor.
  • Form: Hybridfilm – reale Schauplätze und Darsteller, Tabaluga und weitere Kreaturen werden fotorealistisch animiert.
  • Kreativteam: Peter Maffay ist wieder kreativ beteiligt, das Drehbuch kommt von Viola M. Schmidt und Mathias R. Schmidt, beide mit viel Erfahrung im Kinder- und Familienbereich.

Man zielt klar auf ein breites Familienpublikum, das mit Tabaluga aufgewachsen ist – plus Kinder, die ihn eher aus Musicals, Hörspielen oder vom Merch-Regal kennen.


☄️ Meteoriten-Plot zwischen Kinderzimmer und Katastrophe

Die offizielle Logline liest sich wie ein Tabaluga-Märchen mit leichtem Katastrophen-Update:

Tabaluga stürzt auf einem Meteoriten auf die Erde, gerät in die Welt der Menschen und ihrer Regeln und löst einen Wirbelsturm des Unheils aus, den nur ein „drachenstarkes Herz“ heilen kann.

Das bedeutet:

  • Schauplatz ist nicht mehr nur Grünland, Eiswelt & Co., sondern unsere Welt;
  • das Moralpaket bleibt typisch Tabaluga: Freundschaft, Mut, Naturschutz, Verantwortung.

Spannend wird, wie weit der Film bereit ist zu gehen:
Wird Tabaluga nur ein freundlicher CGI-Gast im deutschen Stadtpark oder nutzt man die Chance, tatsächlich eine moderne Fantasy-Fabel draus zu machen, die Kindern mehr bietet als „Drache lernt Regeln“?


🧊 Fantasykosmos-Fazit: Nostalgie mit Risikoaufschlag

Aus Fantasy-Sicht ist der neue Tabaluga-Film vor allem eines: ein großer Test, wie viel Eigenständigkeit deutsches Familien-Fantasykino sich noch zutraut.

Positiv:

  • starke, etablierte Figur
  • erfahrenes Team mit Maffay und einem Autorenduo, das weiß, wie man für Kinder schreibt
  • die Hybrid-Form könnte Tabaluga visuell näher an heutige Fantasy-Standards bringen

Aber:

  • Hybrid + langer Post-Production-Weg klingt nach teurem Spagat zwischen Anspruch und Familienfreundlichkeit
  • der Meteorit-Plot steht und fällt mit der Umsetzung. Denn: Zwischen poetischer Parabel und beliebiger Slapstick-Katastrophe ist wenig Abstand

Wenn es gut läuft, bekommen wir einen echten Fantasy-Film für Kinder, der sich nicht hinter internationalen Produktionen verstecken muss.
Wenn es schief geht, wirkt es wie ein zu teurer Versuch, Tabaluga für Streaming-Zeiten zu „optimieren“.

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