Eragon-Serie: Zwei Todds sollen die Drachen retten

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Disney hebt ab: Eragon bekommt endlich Serien-Power

📰 Was ist los?
Disney+ treibt die geplante Eragon-Serie voran: Todd Harthan und Todd Helbing wurden als Co-Showrunner verpflichtet, Harthan fungiert gemeinsam mit Christopher Paolini als Co-Creator. Produzent ist unter anderem Marc Webb. Offiziell befindet sich die Serie weiterhin in Entwicklung, ein Drehstart steht noch nicht fest.

🐛 Was denken wir?
Das Projekt sieht zum ersten Mal nach realer Serienperspektive aus und nicht nur nach PR-Nebel. Mit zwei erfahrenen Serienmachern und dem Autor im Team gibt es keine Ausreden mehr. Entweder wird Eragon zum „Percy Jackson“-Moment für Disney+… oder zum endgültigen Beweis, dass man ein drachenstarkes Buch auch ein zweites Mal versenken kann.

🐉 Eragon-Serie: Zwei Todds sollen die Drachen retten

Eragon bekommt bei Disney+ tatsächlich wieder Feuer unterm Sattel: Nach Jahren Funkstille hat die geplante Serie nun gleich zwei Showrunner, und erstmals wirkt es, als würde jemand den Inheritance-Zyklus wirklich ernst nehmen.


🎬 Serien-Doppelspitze statt Kinoflop

Laut Variety haben sich Todd Harthan und Todd Helbing als Co-Showrunner der geplanten Eragon-Live-Action-Serie für Disney+ verpflichtet. Harthan fungiert außerdem als Co-Creator an der Seite von Autor Christopher Paolini, beide sind ebenso wie Helbing als ausführende Produzenten dabei.

Harthan bringt vor allem TV-Erfahrung aus „Rosewood“, „High Potential“, „Psych“ und „The Resident“ mit, Helbing kommt von „The Flash“, „Superman & Lois“, „Black Sails“ und „Spartacus“, also genau aus der Schnittmenge aus Fantasy, Historien-Action und Superhelden-Seifenoper, in der Eragon sich am Ende bewegen wird.

Mit an Bord ist außerdem Regisseur Marc Webb („The Amazing Spider-Man“, diverse Serienpiloten) als Executive Producer; ob er einzelne Folgen inszeniert, ist noch offen.

Wichtig: Offiziell befindet sich das Projekt weiterhin in Entwicklung, ein formales Serien-Go hat Disney+ bislang nicht verkündet.


🐲 Vom Drachenfluch zur zweiten Chance

Die Vorlage ist nach wie vor ein Schwergewicht: Der Inheritance-Zyklus umfasst vier Romane, die sich weltweit über 40 Millionen Mal verkauft haben.
Der erste Versuch, daraus ein Franchise zu basteln, endete 2006 im Kino und im kollektiven Augenrollen: Der Film „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ wurde zwar an der Kasse nicht komplett versenkt, kassierte aber vernichtende Kritiken und alle geplanten Sequels wurden gestrichen.

Seit Disneys Fox-Übernahme sitzt nun der Mouse-Konzern auf den Rechten. Paolini selbst hatte 2021 mit dem Hashtag #EragonRemake den Fan-Druck erhöht, 2022 folgte die erste Meldung über eine Serienentwicklung für Disney+.

Mit Paolini im Writer-Room, einer Showrunner-Doppelspitze und Webb als erfahrenem Serienpiloten zeichnet sich jetzt eine klare Richtung ab: vier Staffeln für vier Bücher, klassisch strukturiert statt halbgarem „wir schauen mal, wie die Quoten sind“-Experiment. Offiziell bestätigt ist diese Staffelanzahl zwar nicht, aber alles andere wäre erzählerisch ein ziemlich mutloser Drachenritt.


📺 Kann Disney+ den Percy-Jackson-Effekt wiederholen?

Die Parallelen zu „Percy Jackson and the Olympians“ springen ins Auge:

  • Romanreihe mit großer Fangemeinde
  • verpatzte Kinofassung
  • Jahre später ein Streaming-Neustart mit Autor im Boot

Bei Percy Jackson hat genau dieses Rezept überraschend gut funktioniert: solide Buchnähe, ruhigerer Erzählrhythmus, weniger „Wir müssen den nächsten Blockbuster simulieren“. Für Eragon wäre das Minimum, denn nach dem Filmtrauma gibt es bei vielen Lesern keinen Kredit mehr, nur die Chance auf „Endlich macht ihr es richtig“.

Die spannende Frage ist eher: Wie viel Kante traut sich Disney+?
Eragon lebt nicht nur von Drachen und Schwertkämpfen, sondern von Verrat, Kolonialgeschichte und einem Imperium, das so fröhlich ist wie eine Steuerprüfung. Wenn das alles wieder in weichgespülte Familienkost verwandelt wird, hilft auch die dritte Todd-Prominenz nichts.


🧙 Unser Fazit: Große Chance, noch größerer Erwartungsdruck

Die Verpflichtung von Harthan und Helbing ist das erste echte Lebenszeichen der Eragon-Serie seit Jahren und ein deutlicher Hinweis, dass Disney+ das Projekt als großes Fantasy-Aushängeschild plant, nicht als Lückenfüller zwischen zwei Star-Wars-Ablegern.

Wenn Paolini tatsächlich Einfluss behält, die Showrunner ihre Serienerfahrung einbringen und Marc Webb das Ganze visuell sauber verankert, könnten wir am Ende genau das bekommen, was der Inheritance-Zyklus verdient: eine robuste, werknahe Fantasyserie, die sich nicht dafür schämt, auch mal düster zu werden.

Die Kehrseite: Scheitert dieser Versuch, ist der Name Eragon für die nächsten zwanzig Jahre verbrannt. Noch eine „fast gelungene“ Adaption hält selbst dieser Kult-Drache nicht aus.

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