🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Asthenia: Dark Fantasy im Ein-Mann-Betrieb
📰 Was ist los?
Asthenia ist ein Dark-Fantasy-Adventure von Solo-Entwickler Matthaios „Manthos“ Lappas, das 2027 für PC via Steam erscheinen soll. Du spielst Adam, einen gewöhnlichen Mann, der in einer verrottenden Parallelwelt landet, beherrscht von uralten Entitäten und einer rätselhaften Krankheit. Der Fokus liegt auf langsamen Nahkämpfen mit dem Ancient Gauntlet, knappen Ressourcen, Erkundung ohne Komfortfunktionen und Storytelling über Umwelt, Notizen und Sounddesign. Eine Demo ist angekündigt, das Spiel kann bereits auf Steam gewishlistet werden.
🐛 Was denken wir?
Asthenia sieht aus wie das Liebeskind von Resident Evil 7, Silent Hill und einem besonders schlecht gelaunten Souls-Ableger, nur eben ohne Studio-Polster im Rücken. Genau das macht es spannend: Wenn das Spiel seine Ambitionen trägt, bekommen wir einen kompromisslosen, persönlich gefärbten Abstieg in eine Welt, in der jede Abzweigung, jeder Schlag und jede verpasste Notiz lange nachhallt. Wenn nicht, bleibt ein hübsches Steam-Wishlist-Phantom mit schwerem Pressetext.
💀 Asthenia: Dark-Fantasy-Abenteuer zwischen Verfall und Verzweiflung
Ein Mann, eine faulende Welt und ein Handschuh, der mehr Fluch als Waffe ist: Asthenia ist ein neues Dark-Fantasy-Adventure von Solo-Entwickler Manthos (Matthaios) Lappas, das dich in eine sterbende Dimension ohne Mini-Map, ohne Questmarker und ohne Gnade wirft. Statt Powerfantasie gibt es Trauer, spirituellen Verfall und Entscheidungen, die du nicht zurückspulen kannst.
🩸 Eine andere Welt, die langsam verrottet
In Asthenia spielst du Adam, einen ganz gewöhnlichen Menschen, dessen Leben von einem tragischen Ereignis zerschossen wurde, bevor er in eine fremde, zerfallende Dimension geschleudert wird. Diese Welt ist von einer seltsamen Krankheit zerfressen, beherrscht von uralten Wesen, die einen rätselhaften Krieg gegeneinander führen.
Die Schauplätze lesen sich wie ein Best-of düsterer Albtraumkulissen: verlassene Städte, industrielle Ruinen, vergessene Tempel, verrottende Heiligtümer. Überall lauern verzerrte Kreaturen und andere verlorene Seelen, die genauso gestrandet sind wie Adam – nur längst nicht mehr stabil. Ressourcen sind knapp, jede Heilquelle und jeder Energievorrat wird zur strategischen Entscheidung.
Der thematische Kern: Verlust, Glaube, Schuld und die Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn die Welt um ihn herum buchstäblich zerfällt.
⚔️ Der Ancient Gauntlet: Waffe, Schlüssel, Risiko
Kämpfe sind bewusst langsam und dicht inszeniert. Zentral ist der Ancient Gauntlet, ein uralter Relikt-Handschuh, der sowohl als Nahkampfwaffe wie auch als Werkzeug dient, etwa, um bestimmte Objekte in der Umgebung zu manipulieren oder Fallen auszulösen. Seine Energie ist begrenzt; jede falsch gesetzte Attacke kann dich später das Leben kosten.
Asthenia zwingt dich, Kämpfe abzuwägen statt alles niederzuprügeln:
- Nahkampf mit dem Gauntlet und einer geheimen Zweitwaffe
- Nutzung von Fallen und zerstörbaren Umgebungsobjekten
- optionale, härtere Gegner und Bosskämpfe, die besondere Belohnungen – oder Strafen – bringen
Die Inspirationsliste liest sich wie ein Horror-Festival: Resident Evil 7, Silent Hill, Outlast, Dark Souls, dazu Vergleiche mit Scorn und anderen Body-Horror-Welten. Herauskommen soll kein Action-Feuerwerk, sondern ein Spiel, in dem jeder Treffer sich schwer und gefährlich anfühlt.
🧭 Kein HUD, kein Händchenhalten – nur du und der Verfall
Komfortfunktionen sind in Asthenia vorsätzlich abgeräumt:
- keine Mini-Map
- keine Questmarker
- keine Wegpfeile, die dich zur nächsten Cutscene führen
Stattdessen musst du dir Wege merken, Umweltzeichen deuten, Notizen lesen, Geräusche verfolgen. Wer sich verläuft, hat sich eben verlaufen. Die Entwickler versprechen eine Erfahrung, in der Entdeckung verdient wird und nicht als Tutorial eingeblendet.
🕯️ Lore im Flüsterton: Storytelling über Welt statt Zwischensequenzen
Statt langer Cutscenes setzt Asthenia auf klassisches Environmental Storytelling:
- verstreute Briefe, Journale und Notizen
- Bilder, Wandgemälde, verstörende Skulpturen
- Sounddesign mit Flüstern, Hall, Schreien aus der Ferne
- Adams eigene Gedanken und Voice-Over-Fragmente
Nach und nach setzt du dir so die Geschichte dieser kranken Welt zusammen: den Krieg der kosmischen Entitäten, den Ursprung der Fäulnis, das Schicksal anderer Gestrandeter. Asthenia positioniert sich offen als Spiel, das mehr an emotionaler Wirkung und Interpretation interessiert ist als an klaren Antworten.
Solo-Entwickler Lappas beschreibt das Projekt als Ergebnis einer Reihe „signifikanter und verheerender Ereignisse“ im eigenen Leben. Sein Ziel sei eine persönliche, düstere, aber auch hoffnungsvolle Erfahrung, in der die Welt sich „unterdrückend, geheimnisvoll und lebendig“ anfühlt.
🧶 Entscheidungen mit drei Enden
Asthenia verspricht verzweigte Pfade und mindestens drei verschiedene Enden, die sich aus deinen Entscheidungen ergeben. An einem gewissen Punkt musst du dich für einen Weg entscheiden, der nicht nur die Geschichte, sondern auch die spielerischen Herausforderungen verändert.
Die Idee ist klar: Kein „richtiges“ Ende, sondern mehrere Varianten, die unterschiedliche Aspekte von Adams Reise betonen – und genug Gründe liefern, sich ein zweites (oder drittes) Mal durch die verfallende Welt zu schlagen.
🎥 Asthenia – Official Reveal Trailer
Der „ASTHENIA Official Reveal Trailer“ von Manthos Lappas zeigt in knapp zwei Minuten genau das, was das Spiel verspricht: eine sterbende Welt, schwerer Sound, langsamer Nahkampf und ein leuchtender Gauntlet, der eher Fluch als Rettung wirkt.
🧪 Unser Fazit: Zwischen Souls-Horror und persönlichem Trauerprotokoll
Asthenia wirkt wie der Gegenentwurf zu lauten AAA-Horrorspielen: keine Dauerexplosionen, kein Marker-Spam, kein Safespace-Hub. Stattdessen ein Solo-Projekt, das Dark-Souls-Einsamkeit mit Resident-Evil-Enge, Scorn-Ekel und klassischem Silent-Hill-Mindfuck vermischt und das Ganze mit einer sehr persönlichen Note auflädt.
Ob das Ergebnis am Ende mehr ist als „Indie-Horror mit Gauntlet-Gimmick“, hängt daran, wie gut Kämpfe, Erkundung und Entscheidungen aufeinander einzahlen. Wenn der Ancient Gauntlet sich wirklich wie ein Fluch anfühlt und die Welt mehr erzählt, als sie erklärt, könnte Asthenia 2027 einer der spannenderen Nischenhits im Dark-Fantasy-Segment werden.



