Mammoth – The End (Review)

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🦣 Mammoth – The End: Stadionrock auf Steinzeit-Diät

Wolfgang Van Halen hat es geschafft, also irgendwie zumindest. Vom Sohn eines Gitarren-Halbgottes zum Besitzer seines eigenen Mammuts. Gab es das zuletzt nicht bei den Flintstones? Nee, nicht das mit dem Halbgott natürlich. Fakt ist jedenfalls: Mit Album Nr. 3 legt er das komische „WVH“ im Bandnamen ad acta. Es ist also endgültig „The End“ der Emanzipationsphase, zumindest mal auf dem Papier. Musikalisch klingt’s eher nach Running with the Grohl: sauber produziert, heavy genug für Classic-Rock-Radioplay, aber deutlich zu glatt, um so gefährlich wie ein Mammut-Stoßzahn zu wirken.

🎧 Was erwartet dich?

  • Genre: Hard Rock / Alternative Rock / Post-Grunge
  • Vergleichbar mit: Foo Fighters beim Wellness, Alter Bridge ohne Drama, Nickelback bei der Abi-Feier
  • Klangfarbe: Breitwandgitarren, Studio-Sterilität, perfekte Refrains, aber null Schmutz unter den Nägeln

Highlights:

  • One of a Kind – Breitbeiniger Einstieg mit Drums und Hook, die sich sofort festsetzen. Der Song klingt, als hätte Dave Grohl einen besonders guten Tag gehabt, zumindest solange man nicht zu genau hinhört.
  • The End – Virtuoses Tapping als Eröffnungsgeste Richtung Papa im Rock’n’Roll Himmel, dann druckvoller Midtempo-Rock. Handwerklich stark, emotional aber doch ziemlich leer. Poliertes Hochglanz-Riff mit Sicherheitsnetz.
  • I Really Wanna – Der “Hit”, zumindest wird das vom Label behauptet. Groovy, bissel industrial, fast tanzbar. Wäre da nicht der Text: „I really wanna fuck with you“. Das hat dann doch irgendwie mehr Reim als Reiz.

🏰 Besondere Momente

  • Ein-Mann-Armee: Van Halen spielt alles selbst: Gitarre, Bass, Drums, Vocals. Ob er dabei auch noch jongliert, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Das ist gewiss beeindruckend, aber so steril wie eine klinisch saubere Proberaumwand.
  • Stadion ohne Schweiß: Sounddesign ist perfekt, fast zu perfekt. Kein Risiko, kein Staub, kein Blut.
  • Lyric-Déjà-vu: „Happy“, „Better Off“, „Something New“ – Titel klingen wie Self-Help-Podcast-Episoden, die Songs dazu gleichen sich entsprechend stark.

🪓 Fazit

Mammoth, gegründet 2021, trug zunächst die Abkürzung „Mammoth WVH“. Der neue Name ohne Initialen symbolisiert die endgültige Abnabelung vom Familienmythos Van Halen. Nach zwei erfolgreichen Alben (Mammoth WVH, 2021 / II, 2023) ist The End nun die polierte Konsolidierung: weniger Metal-Anleihen, mehr Mainstream-Rock, weiter reduziertes Risiko. Van Halen hat das Handwerk im Blut, keine Frage, aber die Seele scheint er an die Studiokonsole verkauft zu haben.

The End ist kein schlechtes Album, aber eines ohne Rauheit, Bierdosen oder Schrammen. Wolfgang Van Halen hat alles richtig gemacht, nur eben nichts gewagt. Stadionrock für Menschen, die lieber in der Lounge stehen als im Moshpit.

Gelber Hintergrund mit einer roten, flammenförmigen Silhouette – das Cover von The End zeigt Mammoth als brennende Figur: Symbol für Aufbruch, Emanzipation und den stillen Untergang im eigenen Feuer.
Künstler:Mammoth
Albumtitel:The End
Erscheinungsdatum:24. Oktober 2025
Genre:Hard Rock / Alternative Rock / Post-Grunge
Label:BMG / I Am The Sheriff
Spielzeit:ca. 39 Minuten

One Of A Kind
The End
Same Old Song
The Spell
I Really Wanna
Happy
Better Off
Something New
Selfish
All In Good Time

🎬 Offizielles Video

Offizielles Musikvideo zu „The End“ – vom Album The End. Bereitgestellt vom offiziellen YouTube-Channel:

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