Wenn dich das Mondlicht frisst: „Hunt the Night“ schleicht sich auf die Konsolen

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🌒 Wenn dich das Mondlicht frisst: „Hunt the Night“ schleicht sich auf die Konsolen

Es beginnt mit einem Flackern. Erst stirbt das Licht, dann die Sprache. In den Straßen von Medhram liegen die Tempel wie ausgeweidete Kathedralen, und wer noch lebt, wagt nur zu flüstern: Die Nacht jagt dich gnadenlos.

Vesper ist keine Heldin, sie ist Restbestand eines zerfallenen Reiches, eine Stalkerin mit Erbe und Schuld, Tochter eines Verräters Wo andere nur noch fliehen, lauscht sie dem Wispern der Schatten. Denn in Hunt the Night ist Erlösung kein Ziel, sondern höchstens ein Fehlversuch im Ladebildschirm. Klingt das nicht nach einem echt coolen Setting?


🩸 Retro-Dunkelheit mit Präzision

Dangen Entertainment und Moonlight Games schicken ihr Dark-Fantasy-Action-RPG nun auch auf Konsole: Anfang 2026 soll Hunt the Night für PlayStation, Nintendo Switch und Xbox erscheinen. Das Spiel ist bereits seit 2023 für PC erhältlich und wurde für seine kompromisslose Mischung aus Nostalgie und Schmerz gefeiert, pixeliger Grafik-Style, schnelle Kämpfe, bitterkalte Atmosphäre.

Im Zentrum steht ein flüssiges, hochreaktives Kampfsystem, das zwischen Schwert, Pistole und Schattenmagie wechselt. Jede Bewegung zählt, jede Ausweichrolle ist eine Frage des Überlebens. Kein Buttonmashing, sondern chirurgische Präzision inmitten von allerlei Albträumen.


⚙️ Dungeons, Dämonen, Dissonanzen

Hunt the Night zieht seine Spannung aus dem Widerspruch: altmodisch, aber erbarmungslos modern. In gewaltigen Dungeons lauern mechanische Bosse, die aussehen, als hätte Bloodborne ein Date mit Hyper Light Drifter gehabt. Fallen, Runen, Rätsel, bleierne Musik, alles greift hier wunderbar atmosphärisch ineinander.

Zwischendurch streift Vesper durch verlassene Kathedralen, zertrümmerte Bibliotheken und blutgetränkte Felder. Jede Region erzählt ein Stück der untergehenden Welt, jede Figur trägt mehr Wunden als Worte.


🕯️ Stimmen aus der Tiefe

Für den Soundtrack hat sich das Studio Unterstützung von Hiroki Kikuta (Secret of Mana) geholt, und das hört man. Zwischen sakralen Chorflächen und disharmonischen Glockenschlägen pulsiert ein Klangteppich, der mehr Atmosphäre erzeugt als mancher Triple-A-Titel Score mit 300-Mann-Orchester.

Dazu kommt ein ausgefeiltes System aus Ausrüstungen und Upgrades: Gift, Lebensraub, Krit-Chancen, Feuerkraft, wer das perfekte Build will, muss leiden. Aber Leiden ist hier ohnehin Teil der Grundmechanik.


🌑 Die Nacht ist noch nicht fertig mit uns

Mit seinem Konsolen-Release tritt Hunt the Night den Beweis an, dass Retro nicht Rückschritt sein muss. Es ist die Kunst, den Schmerz zu konservieren und ihn wieder spürbar zu machen, Frame für Frame, Schlag für Schlag.

Während Vesper in der Dunkelheit kämpft, kämpfen wir als Spieler gegen das Vergessen: gegen sterile AAA-Welten, gegen stromlinienförmige Sicherheit. Und vielleicht, ganz vielleicht, erinnert uns dieses kleine, rabenschwarze Spiel daran, warum wir Fantasy überhaupt lieben. Eben weil sie uns manchmal schlicht und einfach frisst.

Ein finsterer Hofnarr mit Clownsgesicht und spitzem Narrenzepter grinst bedrohlich in einem dunklen, mittelalterlichen Gewölbe. Darüber steht der Schriftzug: ‚Zum Lachen in den Keller?‘, darunter: ‚Erlebe höllisch lustige Fantasy.
Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!