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🐉 RTL will auch Game of Thrones sein und landet bei Siegfried im Praktikum
„Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“ soll ab November das deutsche Fantasy-Epos schlechthin werden. RTL+ kündigt „episch“ an, die Realität müffelt aber jetzt schon eher nach „episch daneben“.
⚔️ Siegfried gegen Hagen, powered by Tatort Mittelalter
Da treffen sich also der pflichtbewusste Waffenmeister Hagen von Tronje und der strahlende Drachentöter Siegfried von Xanten. Klingt nach Mythos, sieht aber im Trailer aus wie „Tatort Mittelalter“. Dass Kriemhild dazwischen noch Herzchen verteilt, macht das Ganze zur Seifenoper mit Schwertrequisite.
🎬 Offizieller Teaser
Der erste Teaser zu Die Nibelungen – Kampf der Königreiche – veröffentlicht vom offiziellen RTL+ Channel auf YouTube:
🎬 Hohlbein als Rettungsanker?
Die Serie basiert lose auf Wolfgang Hohlbeins Romanfassung „Hagen von Tronje“. Das heißt: Man nimmt den Klassiker, presst ihn durch den Hohlbein-Filter und hofft, dass es nach Fantasy aussieht. Letztes Jahr gab’s dazu schon den Film „Hagen – Im Tal der Nibelungen“. Und der war schon… oh nee, wir möchten uns nicht dran erinnern müssen. Jetzt gibt’s die Langfassung. Oder wie RTL es nennt: Content Recycling. Oder wie wir es nennen: Nichts wie weg!
📺 Blockbuster auf RTL+ – entdeckt jemand den Widerspruch?
Die Verantwortlichen sprechen von „einer neuen Generation, die das Nibelungenlied entdecken wird“. Wahrscheinlicher ist, dass eine neue Generation lernt, warum deutsche Fantasy so oft nach Förderschule aussieht. Wer epische Welten erwartet, bekommt hier leider wohl nur CGI-Drachen, die aussehen wie Praktikantenarbeiten aus Blender.

🏰 Kommentar & Fazit
„Die Nibelungen – Kampf der Königreiche“ könnte alles werden: ein stolzes deutsches Fantasy-Epos, ein TV-Event, eine Wiederentdeckung alter Sagen. Wahrscheinlicher ist: Es wird ein gigantischer Rohrkrepierer, der mit viel Nebelmaschine und Hohlbein-Patina kaschiert, dass es am Ende doch wieder nur ein RTL-Serienabend mit Mittelalter-Kulisse ist. Oder wie man in Worms sagen würde: „Das hat sich der Drache aber auch anders vorgestellt.“


