The Devil & The Universe – Occult Pleasures (Review)

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🐐 The Devil & The Universe – Occult Pleasures: Ritual mit Augenzwinkern

Ziegenmasken, Okkult-Symbolik, theatralische Bühnenposen, klingt zunächst eher nach Schabernack, ist aber todernst (und gleichzeitig schelmisch). Seit über zehn Jahren beschwören Ashley Dayour, David Pfister und inzwischen Ezechiel als The Devil & The Universe eine Mischung aus Darkwave, Ritual Ambient und Club-Magie. Mit Occult Pleasures erweitert das Trio seinen Klangraum um markante Gaststimmen und liefert ein okkultes Hörspiel zwischen Kathedrale, Dancefloor und Séance. Wir haben uns das mal angehört.

🎧 Was erwartet dich?

  • Genre: Ritual Darkwave / Occult Ambient / Industrial-Electronica
  • Vergleichbar mit: In the Nursery mit Tarot, Dead Can Dance auf Acid, ein bisschen Then Comes Silence im Kerzenkreis
  • Klangfarbe: Percussion wie Beschwörungstrommeln, Synthflächen wie kalte Kirchenwände, dazu beschwörende Stimmen zwischen Liturgie und Clubtrack

Highlights:

  • Occult Pleasures (feat. Alex Svenson) – der wohl zugänglichste Track, bassgetrieben, tanzbar und hypnotisch.
  • Beelzebub Unchained (feat. Aux Animaux) – Finsternis trifft Pop-Appeal: dämonisch und doch ziemlich eingängig.
  • Hadal Ritual (feat. Zsüd) – achtminütiges Finale, schwer, tief, versinkend, ein Art rituelles Black Hole.

🏰 Besondere Momente

  • Gaststimmen als Verstärker: Jede Kollaboration bringt eine andere Ritualfarbe in den Kreis.
  • Dramaturgie wie eine Messe: vom Eröffnungsritual über den ekstatischen Mittelteil bis hin zum Abstieg.
  • Humor im Dunkeln: Trotz der ernsten Okkult-Ästhetik zwinkert uns die Band immer wieder subtil zu.

🪓 Fazit:

Gegründet 2013 in Österreich, etablierten sich The Devil & The Universe schnell als Ritual-Darkwave-Projekt mit Kultstatus. Occult Pleasures ist Album Nummer sieben und zugleich das erste mit Percussionist Ezechiel als festem Mitglied.

Occult Pleasures ist kein Beiwerk, sondern ein echtes Ritualalbum: hypnotisch, atmosphärisch, gelegentlich auch durchaus zugänglich. Wer Darkwave nur als 80er-Revival kennt, wird überrascht sein, denn hier trifft okkulte Liturgie auf Club-Energie. Kein leichtes Nebenbei-Album, sondern ein Werk zum Abtauchen, Staunen und vielleicht auch zum leisen Schmunzeln. Wir finden es jedenfalls ziemlich gut.

AAlbumcover von „Occult Pleasures“ (2025) der österreichischen Ritual-Darkwave-Band The Devil & The Universe: zwei schwarze Ziegenmasken, ineinander verschränkt, mit Flammenprojektionen und gefalteten Händen – okkulte Symbolik zwischen Ritual und Performance.
Künstler:The Devil & The Universe
Albumtitel:Occult Pleasures
Erscheinungsdatum:13. September 2025
Genre:Ritual Darkwave / Occult Ambient / Industrial-Electronica
Label:Swiss Dark Nights
Spielzeit:ca. 37 Minuten
  • Primordial Temples
  • Occult Pleasures (feat. Alex Svenson)
  • Pleasures Of The Mind And The Soul
  • Shadow Projection (feat. Ductape)
  • Ephemeral Insights
  • Beelzebub Unchained (feat. Aux Animaux)
  • Sonic Gnostics
  • Something Wicked (feat. Zsüd)
  • Hadal Ritual (feat. Zsüd)

🎬 Offizielles Video

Offizielles Musikvideo zu „Shadow Projection (feat. Ductape)“ – The Devil & The Universe erweitern ihren Ritual-Darkwave auf Occult Pleasures um hypnotische Gaststimmen. Bereitgestellt vom offiziellen The Devil & The Universe-Channel auf YouTube:

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