Baest – Colossal (Review)

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🗿 BAEST – Colossal: Death Metal mit Stahlkinn und Classic-Rock-Kante

Die Dänen justieren ihren Sound neu: Colossal bleibt klar Death Metal, nimmt aber spürbar Anlauf in Richtung klassischer Heavy/Hard-Rock-Vibes, inklusive prominenter Gästestimme. Ergebnis: kantig, breitschultrig, teils überraschend melodisch.

🎧 Was erwartet dich?

  • Genre: Death Metal mit Heavy/Hard-Rock-Einsprengseln
  • Vergleichbar mit: BAEST × (Slayer „Seasons“-Melodik, Maiden-Erhabenheit, D-A-D-Swagger in einer Nummer)
  • Klangfarbe: trockene, druckvolle Produktion, sägende Tremolos, groovende Midtempo-Keulen, Hook-Leads statt Bombast, produziert von Tue Madsen (Antfarm Studio).

Highlights:

  • Stormbringer – knurrt sich vom angetäuschten Classic-Rock-Riff in einen Live-Abriss; das dazugehörende Video belegt den Tour-Adrenalinspiegel.
  • King Of The Sun (feat. Jesper Binzer, D-A-D) – rauer, hymnischer Schub; Binzers Reibeisen passt überraschend gut zu Olsens Grollen.
  • Imp Of The Perverse – pendelt zwischen frostiger Schärfe und melodiösem Aufriss, ohne Kitsch.
  • Misfortunate Son (feat. ORM) – kurzer, bissiger Haken mit blackigem Beigeschmack.
  • Depraved World – sechs Minuten elegischer Schlussakt; zum Release gab’s den Visualizer.

🏰 Besondere Momente

  • Gäste, die Sinn ergeben: Jesper Binzer (D-A-D) bringt auf „King Of The Sun“ rotzigen Rock-Glanz, ORM schärft „Misfortunate Son“ an – Features mit Charakter statt Namedropping.
  • Produktion mit Kante: Tue Madsen stellt die Gitarren nach vorne, lässt Luft fürs Drumming – modern, aber ungeschönt.
  • Klares Format: 9 Tracks in ~42 Minuten – kompakt, kein Füllstoff; Bonusmaterial existiert je nach Edition separat.

🪓 Fazit:

Colossal ist kein Richtungswechsel um 180°, sondern ein breiter Schritt nach vorn: Klar, nicht jede Classic-Rock-Schattierung zündet sofort. Wenn Groove, Melodik und Gebrüll einrasten, klingt BAEST größer, reifer und wunderbar live-hungrig. Fans der alten Härte bekommen genug Zähne, Neugierige mehr Farbe. Ein richtig gutes Album ist das geworden!

Feuerrotes Cover-Artwork von BAESTs Colossal: Ein dämonischer Stier-Schädelhelm mit Hörnern und metallischen Details schwebt inmitten von Blitzen und Flammen – Symbol für rohe Power, Death-Metal-Wucht und unaufhaltsame Energie.
Künstler:BAEST
Albumtitel:Colossal
Erscheinungsdatum:15. August 2025
Genre:Death Metal / Heavy Metal
Label:Century Media Records
Spielzeit:ca. 42 Minuten
  1. Stormbringer
  2. Colossus
  3. In Loathe And Love
  4. King Of The Sun (feat. Jesper Binzer of D-A-D)
  5. Imp Of The Perverse
  6. Misfortunate Son (feat. ORM)
  7. Mouth Of The River
  8. Light The Beacons
  9. Depraved World

🎥 Feature-Highlight

Offizieller Visualizer zu „Depraved World“ – BAEST schließen ihr Album Colossal mit einem epischen Death-Metal-Brocken ab. Bereitgestellt vom offiziellen BAEST-Channel auf YouTube:

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