13 Omens entfesselt Horrorlegenden: Mit Dracula, Frankenstein und Re-Animator am Spieltisch
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🦇 Dracula ist mit dem Würfeln dran
📰 Was ist los?
Paizo hat vier lizenzierte Filmabenteuer für 13 Omens angekündigt: Re-Animator, Scars of Dracula, Blood from the Mummy’s Tomb und The Horror of Frankenstein. Die abgeschlossenen Horror-Szenarien gehören zur laufenden Kickstarter-Kampagne bis zum 13. November.
🐛 Was denken wir?
Eine hervorragende Verbindung von klassischem Horrorkino und Pen-and-Paper. Besonders das Verratssystem bei Frankenstein klingt vielversprechend. Pedro hat sich bereits für Dracula entschieden. Er hält das für die einzige Rolle, bei der man ungestraft die gesamte Spielrunde aussaugen darf.
Dracula hat wieder Appetit, Frankenstein braucht dringend Ersatzteile, und Herbert West hält den Tod weiterhin für ein medizinisches Missverständnis. Paizo verwandelt vier klassische Horrorfilme in offizielle Abenteuer für sein neues Pen-and-Paper-Rollenspiel 13 Omens. Nach Stuart Gordons Re-Animator hat der Pathfinder-Verlag zu Halloween drei weitere Szenarien aus dem legendären Hammer-Horroruniversum angekündigt. Jedes Abenteuer soll sich an einem einzigen Spielabend erleben lassen. Vorausgesetzt natürlich, irgendjemand überlebt bis zum Schluss.

🦇 Wenn das Horrorkino die Würfel auspackt
Vampire, Mumien, verrückte Wissenschaftler und wiedererweckte Leichen gehören zu den ältesten Bewohnern des Horrorkinos. Mit 13 Omens bringt Paizo nun gleich vier bekannte Filme als offiziell lizenzierte Rollenspielgeschichten an den Tisch.
Den Anfang machte Re-Animator aus dem Jahr 1985. Die Horror-Komödie von Stuart Gordon basiert lose auf H. P. Lovecrafts Erzählungen um den Wissenschaftler Herbert West.
Im angekündigten Abenteuer schlüpfen die Spieler in die Rollen von Medizinstudenten, die ein Serum entdecken, das Tote wieder zum Leben erwecken kann.
Dummerweise bedeutet Wiederbelebung nicht zwangsläufig, dass die Patienten anschließend besonders umgänglich sind.
Und natürlich gibt es weitere Interessenten, die mit dem Serum eigene Pläne verfolgen.
13 Omens – ausführliche englischsprachige Pen-and-Paper-Spielrunde, unterstützt von Paizo.
🩸 Dracula, Mumien und Frankenstein
Mit der Halloween-Ankündigung kommen drei Filme der traditionsreichen britischen Hammer-Studios hinzu. Scars of Dracula von 1970 zeigt Christopher Lee erneut als gefürchteten Vampirgrafen. Im Rollenspiel reisen die Teilnehmer als englische Touristen nach Transsilvanien. Dort häufen sich Berichte über geheimnisvolle Fledermausangriffe. Die Bewohner sind beunruhigt, doch für junge Urlauber scheint die Gegend zunächst erstaunlich romantisch.
Blood from the Mummy’s Tomb von 1971 geht auf Bram Stokers Roman The Jewel of Seven Stars zurück. Die Spieler begleiten eine Expedition zum Grab der altägyptischen Königin Tera. Zwischen zwielichtigen Archäologen, okkulten Geheimnissen und uralten Flüchen wartet eine Macht, die besser unentdeckt geblieben wäre.
Besonders ungewöhnlich ist The Horror of Frankenstein von 1970. Hier erleben die Spieler die Geschichte aus der Perspektive des jungen Victor Frankenstein und seiner skrupellosen Verbündeten. Ein eigens entwickeltes Verratssystem erlaubt es, dass die Figuren zunehmend gegeneinander arbeiten.
Damit könnte der wahre Schrecken am Ende weniger auf Frankensteins Operationstisch liegen als unter den eigenen Mitspielern.
🎲 Ein Würfelbeutel voller schlechter Nachrichten
Das Besondere an 13 Omens ist sein bewusst einfach gehaltenes Regelsystem. Statt umfangreicher Charakterbögen und endloser Tabellen setzt das Spiel auf kurze Geschichten, die nach dem Aufbau eines Horrorfilms funktionieren.
Ein Prolog und drei Akte führen die Spieler auf ein zunehmend gefährliches Finale zu.
Im Mittelpunkt des Spieltisches liegt ein gemeinsamer Beutel mit sechsseitigen Würfeln. Zu Beginn befinden sich darin acht vergleichsweise sichere Würfel. Im Verlauf der Geschichte fügt der Spielleiter immer mehr sogenannte Omen Dice hinzu.
Diese besonderen Würfel können bei misslungenen Proben schwere Verletzungen, Katastrophen oder den Tod einer Spielfigur auslösen.
Je länger das Abenteuer dauert, desto größer wird die Gefahr, beim Griff in den Beutel das eigene Verderben herauszuziehen.
Ein hübsch grausames System, weil die wachsende Bedrohung nicht nur erzählt wird, sondern buchstäblich in der Mitte des Tisches liegt.
📖 Ein Horrorfilm pro Spielabend
Die Abenteuer erscheinen als sogenannte Story Zines, also kompakte Szenariohefte. Sie enthalten passende Spielfiguren, Hintergrundinformationen und die Regeln für ihre jeweilige Geschichte.
Das System stammt von Jason Bulmahn, der bereits maßgeblich an Pathfinder beteiligt war. Weitere Entwicklungsarbeit leisten unter anderem Erik Mona, James Jacobs und Joe Pasini.
Anders als bei einer klassischen Fantasykampagne sollen die Spieler nicht über Monate hinweg dieselben Helden begleiten. Stattdessen erleben sie in jeder Sitzung eine abgeschlossene Horrorgeschichte.
Das eröffnet auch eine reizvolle Möglichkeit für Filmfans: Man könnte sich zunächst gemeinsam einen der Klassiker ansehen und anschließend eine eigene Version seiner Ereignisse durchspielen. Wobei der Filmheld gegenüber der eigenen Spielgruppe einen entscheidenden Vorteil besitzt. Sein Drehbuch steht bereits fest.
💀 Kickstarter läuft noch bis zum 13. November
13 Omens wird derzeit über Kickstarter finanziert. Die Kampagne startete Mitte Oktober und hat ihr Finanzierungsziel von 100.000 US-Dollar inzwischen deutlich überschritten.
Noch bis Freitag, den 13. November 2026, können Interessierte das Projekt unterstützen.
Die Filmabenteuer sind zusätzliche Szenariohefte innerhalb der Kampagne. Je nach Unterstützerpaket können sie enthalten sein oder müssen separat ausgewählt werden. Eine reguläre Veröffentlichung des Grundspiels ist für Juni 2027 vorgesehen. Angaben zu einer deutschen Ausgabe liegen bislang nicht vor.
🕯️ Die Rückkehr der alten Monster
Die Zusammenarbeit mit den Hammer-Filmen ist mehr als eine nostalgische Spielerei. Gerade das klassische Horrorkino lebt von überschaubaren Schauplätzen, gefährlichen Geheimnissen und Figuren, denen die Zeit davonläuft. Genau diese Elemente passen hervorragend zu einem Pen-and-Paper-System, das die Spannung von Akt zu Akt steigert.
Besonders reizvoll ist die Entscheidung, nicht nur die berühmten Monster, sondern auch die konkreten Geschichten ihrer Filme aufzugreifen. Wenn Paizo diesen Ansatz überzeugend umsetzt, könnte 13 Omens für Freunde alter Horrorfilme zu einer wunderbaren Gelegenheit werden, selbst Teil ihrer Lieblingsalbträume zu werden.
Und wer sich fragt, ob Dracula am Spieltisch ebenfalls unsterblich ist, sollte den Würfelbeutel lieber nicht zu früh aus der Hand geben.
Der Spielleiter hat schließlich noch zwölf weitere schlechte Vorzeichen in petto.





